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Stephanie Oppitz präsentiert eine neue Stoffwindel-Variante am Sonntag auf dem HandmaDDe-Markt im Schlachthof

Stephanie Oppitz präsentiert eine neue Stoffwindel-Variante am Sonntag auf dem HandmaDDe-Markt im Schlachthof

Weil sie sich über zu viel Müll durch Wegwerfwindeln ärgerte, revolutionierte Stephanie Oppitz die gute, alte Stoffwindel. In ihrer Manufaktur näht sie nun die modernere und nachhaltigere Variante des ursprünglichen Auslaufmodells.

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In Stephanie Oppitz Windelmanufaktur herrscht kreatives Chaos. Hier entwirft und näht sie ihre ganz eigenen Windelvarianten.

Quelle: Dietrich Flechnter

Am Sonntag wird sie ihre Stoffwindeln auch auf dem HandmaDDe-Markt im Alten Schlachthof präsentieren.

Immer höher stapelte er sich, der Windel-Müllberg im Garten des Ostsee-Urlaubsdomizils von Familie Oppitz. Damals wurde der dreifachen Mutter erst so richtig bewusst, wie sehr Wegwerfwindeln stinken können. "Und wieviel Müll wir allein durch die Windeln verursachen!", sagt sie.

Damit sollte von nun an Schluss sein. Oppitz setzte sich daheim an die Nähmaschine und probierte fast ein Jahr lang aus. Ihre Idee: Die neuen Windeln mussten die Vorteile der Wegwerfwindel mit denen, des Stoffpendants verbinden. Über fünfzig Prototypen testete sie an ihren eigenen Kindern und denen der Freundinnen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die drei Einzelteile der Windel bestehen aus feinsten Bio-Geweben, die so saugstark sind, dass "sie mit jeder Wegwerfwindel zehnmal mithalten könnten", wie Oppitz meint. Die Saugeinlage kann, ähnlich wie die Wegwerfwindel, gewechselt werden. Nur, dass die dann nicht in die Tonne, sondern bei 60 Grad in die Waschmaschine wandert. Die Zwischenlage bildet eine atmungsaktiven Membran. Ein weiterer Vorteil der Öko-Windel, denn die Membran schützt die hübsch gemusterte Außenwindel nicht nur vor Flüssigkeit, sondern lässt auch noch ausreichend Luft an die kleinen Hinterteile.

Die dreiteiligen Wickelkreationen scheinen nicht nur eingefleischte Öko-Muttis aus der Region zu überzeugen. "Racoon", "Dia de los Muertes" oder ganz einfach "Äffchen" begeistern inzwischen auch Eltern in England, der Schweiz und Frankreich. Mindestens 50 Stunden pro Woche rattert bei Stephanie Oppitz die Nähmaschine in ihrem kleinen Atelier im Hechtviertel, Abends bastelt sie an ihrem Online-Shop. Die Dresdner Windeln sind aber wahrscheinlich auch so ein großer Erfolg, weil sich der Umstieg auf die Stoffvariante im Portemonnaie bemerkbar macht. Im ersten Lebensjahr ihres Kindes müssen Mütter mindestens 300 Euro für das Wickeln mit der billigsten Wegwerfwindel hinblättern. Mit der Oppitz-Windel kann der Betrag für die komplette Wickelzeit reichen.

Wer das Produkt selber in Augenschein nehmen möchte, hat am Sonntag (9. Februar) Gelegenheit dazu. Auf dem Dresdner HandmaDDe-Markt präsentiert sie gemeinsam mit anderen Kreativen ihre Einzelstücke. Künstler, Designer und kreative Köpfe aus Dresden und Umgebung stellen im Schlachthof Schmuck, Porzellan, Leckereien, Mode, Kunst und Kurioses aus Handarbeit zum Verkauf. Zudem erwartet die kleinen Besucher ein Puppentheater.

HandmaDDe-Markt, Sonntag 10 bis 18 Uhr im Alten Schlachthof, Eintritt 3,50 Euro, Kinder unter 12 Jahren frei

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.02.2014

Susann Schädlich

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