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Steht das Sarrasani-Zelt bald an der Galopprennbahn?

Steht das Sarrasani-Zelt bald an der Galopprennbahn?

Magier André Sarrasani weiß nicht so richtig, wohin mit seinem Zirkuszelt. Für die neue Saison ab November muss er sich mit seiner Dresdner VarietétheaterShow eine neue Spielstätte auf dem Stadtgebiet suchen, weil auf der alten am Straßburger Platz ein 25 Millionen teures Einkaufszentrum gebaut wird.

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Am Straßburger Platz ist jetzt kein Platz mehr für das Sarrasani-Zelt.

Quelle: PR

Die Stadt hat dem Zirkusdirektor zwar ein Ausweichquartier am Wiener Platz angeboten. DNN-Informationen zufolge könnte das Sarrasani-Zelt nun aber bald auf der Galopprennbahn in Seidnitz aufgeschlagen werden.

"Ja, es stimmt", bestätigt Zirkuschef André Sarrasani auf DNN-Anfrage. "Der Rennbahn-Chef Michael Becker hat mir ein Angebot gemacht. Wir könnten dort ab nächster Saison spielen", sagt er. Bisher habe er das Angebot aber noch nicht angenommen. Denn ganz so eilig hat es Sarrasani mit seiner Verabschiedung aus der Dresdner Innenstadt nicht. Derzeit verhandelt er noch mit der Stadt über ein anderes Ausweich-Grundstück. Das läge am Wiener Platz hinter dem Hauptbahnhof und damit viel zentraler als an der Galopprennbahn. "Wir gehören einfach in die Innenstadt", findet der Magier. "Deshalb ist die Galopprennbahn nur eine Option, wenn die Verhandlungen mit der Stadt tatsächlich scheitern sollten", erklärt der 41-Jährige. Sarrasanis Wunschgrundstück am Hauptbahnhof birgt jedoch einen großen Stolperstein: Die Miete für die neue Bleibe ist dem Zirkusdirektor zu hoch. "Die Stadt verlangt hier das sechsfache der Miete, die wir am Straßburger Platz bezahlt haben", erläutert der Illusionist. Damit sei sie sogar schon mit dem Preis runter gegangen. Ursprünglich habe die Verwaltung das Zwölffache der Summe gefordert. "Für uns als reines Wirtschaftsunternehmen ist das nicht tragbar", so Sarrasani.

Warum die Mieten für die Flächen so unterschiedlich hoch sind, erklärt sich der Zirkusdirektor so: Die Verwaltung der Fläche am Straßburger Platz oblag dem Grünflächenamt der Stadt Dresden, für den Platz hinter dem Hauptbahnhof ist das Straßen- und Tiefbauamt zuständig. "Die verschiedenen Ämter haben wohl unterschiedliche Gebührenordnungen", berichtet Sarrasani. Die ungewisse Zukunft des Sarrasani-Zelts wirkt sich indes schon auf den Kartenverkauf aus. Bisher wurden 40 Prozent weniger Tickets als zur gleichen Zeit im Vorjahr verkauft. "Wir brauchen jetzt wirklich bald eine Entscheidung von der Stadt", betont der Zirkuschef.

Trotz der Uneinigkeit über die Mietpreise sei er aber keineswegs auf Streit aus. "Die Verhandlungen laufen gut - ich gehe nicht von einem negativen Ausgang aus", ist er zuversichtlich.

Susann Schädlich

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