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Statt Opernrestaurant nun öffentliche Studiobühne - 2016 soll der Ersatz für die "Kleine Szene" fertig sein

Statt Opernrestaurant nun öffentliche Studiobühne - 2016 soll der Ersatz für die "Kleine Szene" fertig sein

Als die Semperoper 1985 eröffnet wurde, vervollständigten den wiedererrichteten historischen Bau drei moderne "Zugaben". In einem dieser Funktionsgebäude war das Opernrestaurant eingerichtet.

Beflügelt vom bevorstehenden oder genossenen Theaterbesuch konnten die Gäste hier angemessen speisen - sofern sie einen Platz ergattert hatten. Die Zeit der Restaurantschwemme war noch nicht angebrochen. Doch das ist Geschichte. Ein öffentliches Lokal befindet sich in dem quadratischen Bau längst nicht mehr. Und nach provisorischer interner Nutzung beginnt nun ein neues Kapitel.

Es ist zunächst eines der Sanierung und des Umbaus für neue Anforderungen. Das frühere Restaurant wird im 1. und 2. Obergeschoss zur Studiobühne für 160 Zuschauer. Das Erdgeschoss beherbergt künftig die für 122 Plätze ausgelegte Opernkantine. Darüber informierte Andrea Krieger, Sprecherin des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Gestern begannen die Arbeiten, die voraussichtlich bis zum August 2016 andauern werden. Zunächst ist die Bausubstanz zu sichern und das Gebäude zu beräumen. Die Entkernung mit Abbrüchen konstruktiver Teile für das komplett neue Innenleben soll dann ab Ende November erfolgen.

Mit der Studiobühne werden zugleich Garderoben, Toiletten, eine Abendkasse und ein behindertengerechter Aufzug notwendig. Soll die öffentliche Einrichtung doch der Ersatz für die geschlossene "Kleine Szene" in der Bautzener Straße sein. Der Freistaat trägt sich bekanntlich mit Verkaufsabsichten der ehemaligen Tanzschule von Mary Wigman. Für den Umbau des Gastronomiegebäudes an der Semperoper stellt er sechs Millionen Euro zur Verfügung. Die Planung liegt in den Händen des Dresdner Architekturbüros Meyer-Bassin und Partner.

An der äußeren Hülle wird nicht gerüttelt. Die Funktionsgebäude der Semperoper stehen seit 2013 unter Denkmalschutz, eine späte Konsequenz nach vielen Veränderungen an zu DDR-Zeiten entstandener Architektur (letztlich auch am Opernhaus). Die Anbauten gelten als ein bemerkenswertes Beispiel später Nachkriegsmoderne. Gerühmt wird die konsequent moderne, sachliche Ergänzung zur Semperoper durch den 2013 verstorbenen Chefplaner des Wiederaufbaus Wolfgang Hänsch. Die Sandsteinmasken an den Ecken hatte der Bildhauer Peter Makolies entworfen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.08.2014

Genia Bleier

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