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Statt Leichtbauhallen kommen beheizbare Großraumzelte

Zeltstadt Bremer Straße Statt Leichtbauhallen kommen beheizbare Großraumzelte

Die Zeltstadt an der Bremer Straße ist leer. Nach DNN-Informationen wird sie jedoch trotzdem eine Zeltstadt bleiben. Statt wie geplant zehn winterfeste Leichtbauhallen mit einer Kapazität von je 54 Plätzen auf dem Gelände errichten, sollen nun beheizbare Großzelte installiert werden.

Auf gepackten Koffern: Die Zeltstadt Bremer Straße ist Geschichte, doch bald stehen hier beheizbare Zelte.

Quelle: DRK Landesverband Sachsen e.V

Dresden. Aufatmen bei den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK): Die Zeltstadt für Asylbewerber auf der Bremer Straße ist seit gestern Geschichte. Am Wochenende bauten DRK-Mitarbeiter, freiwillige Helfer und auch Flüchtlinge selbst die nicht winterfesten Zelte ab, teilte DRK-Sprecher Torsten Wieland mit. „Wir sind froh, dass wir die Menschen vor dem ersten Frost in winterfeste Unterkünfte bringen konnten. Es war höchste Zeit!“, erklärte Rüdiger Unger, Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbandes.

In die Freude mischt sich aber durchaus Verärgerung. Denn nach DNN-Informationen wird die Zeltstadt eine Zeltstadt bleiben. Wollte die Landesdirektion Sachsen (LDS) nach eigenen Angaben vom September zehn winterfeste Leichtbauhallen mit einer Kapazität von je 54 Plätzen auf dem Gelände errichten, so sollen jetzt zwei beheizbare Großraumzelte mit jeweils 250 Plätzen wie in dem Camp hinter dem Hauptbahnhof an der Bremer Straße aufgestellt werden.

Diese Pläne stoßen insbesondere bei der Landeshauptstadt Dresden auf wenig Verständnis. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hatte aus humanitären Erwägungen die Aufnahme von 400 Flüchtlingen aus dem Zeltcamp akzeptiert – zusätzlich zu den Dresden regulär von der LDS zugeteilten Flüchtlingen. Das sollte Platz schaffen für den Aufbau menschenwürdiger Quartiere auf der Bremer Straße. Nun soll es bei – wenn auch beheizbaren – Zelten bleiben. Die wenigen lieferbaren Leichtbauhallen will die LDS nach DNN-Informationen an anderen Orten auch in Dresden aufbauen lassen.
Am Sonnabendvormittag wurden laut Wieland die letzten 350 in den unbeheizbaren Zelten verbliebenen Asylbewerber im ehemaligen Technischen Rathaus auf der Hamburger Straße untergebracht. „Wir hatten vehement die Räumung des Zeltcamps bis zum Beginn des Monats Oktober gefordert“, so Unger, „mit einer leichten Verzögerung ist nun dieser überfällige Schritt gelungen.“
Nach dem kompletten Abbau der nicht winterfesten Zelte will die LDS schnell die Großzelte auf dem Areal errichten. Ob es bei den geplanten zwei bleiben wird, ist angesichts der stetig steigenden Zahlen von Asylbewerbern noch völlig offen.

Das Zeltcamp Bremer Straße war am 23. Juli innerhalb nur eines Tages förmlich aus dem Boden gestampft worden. Seit dem 24. Juli war die Notunterkunft mit bis zu 1100 Flüchtlingen belegt, erklärte Wieland. Das DRK bedanke sich bei den vielen Dresdnern für Sachspenden und bei zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die mit zu einer menschenwürdigen Unterbringung der Asylbewerber beigetragen hätten.

Thomas Baumann-Hartwig

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