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Startschuss für Residenz am Dresdner Postplatz

Grundstein gelegt Startschuss für Residenz am Dresdner Postplatz

Mit der Grundsteinlegung ist am Donnerstag der Startschuss für den Bau der „Residenz am Postplatz“ gefallen. Für 63,4 Millionen Euro wird aus der alten Oberpostdirektion bis zum Jahr 2018 ein moderner Wohn- und Bürokomplex.

So soll der Wohn- und Bürokomplex im Jahr 2018 aussehen.

Quelle: CG Gruppe

Dresden. Der Postplatz erhält sein Gesicht zurück. Das zumindest findet Jörg Muschol, Niederlassungsleiter der Dreßler Bau GmbH. Seine Firma ist mit dem Projekt „Residenz am Postplatz“ beauftragt, das der seit Jahren leerstehenden Oberpostdirektion neues Leben einhauchen soll. „Es ist der CG Gruppe zu verdanken, dass das Areal wieder ins Bewusstsein der Dresdner gerückt ist“, so Muschol bei der Grundsteinlegung am Donnerstag. Die Immobilien-Projektentwickler aus Berlin investieren rund 63,4 Millionen Euro in das Vorhaben.

Das 1876 erbaute Gebäude galt einst als Schmuckstück Dresdens. Vom alten Glanz des im Stil der italienischen Renaissance errichteten Komplexes ist heute allerdings nicht mehr viel übrig, der Zahn der Zeit nagte am Areal. Bis 2018 soll nun ein Wohn- und Büroensemble entstehen und der Immobilie so eine neue Perspektive geben. Die CG Gruppe plant 242 moderne Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtfläche von etwa 20 000 Quadratmetern. Hinzu kommen 107 Pkw-Stellplätze. Das Angebot reicht vom Single-Appartement bis zur Familienwohnung. Im Erdgeschoss entsteht neben Einzelhandel- und Büroräumen auch ein Café.

Das Besondere: Der Altbau wird weitestgehend erhalten und durch zwei Neubauten an der rechten und linken Seite ergänzt – obwohl der Bestand nicht unter Denkmalschutz steht. „Wegreißen und neu bauen wäre günstiger gewesen. Aber wir wollen dem Gebäude das alte Flair zurückgeben“, begründet Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe. Eine Entscheidung, an der auch Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) Gefallen findet: „Das alte Postgebäude zu integrieren, ist ein toller Ansatz. Hier wird spannend und sensibel mit dem Ort umgegangen.“

Für die Gestaltung des Objekts zeichnet das Architekturbüro von Ingo Pott verantwortlich, der mit seinen Entwürfen Bestand und Moderne verbindet. Pott verfügt über langjährige Erfahrung im Umbau historischer Gebäude. So arbeitete er bereits während seines Architekturstudiums im Team um Sir Norman Foster – der Dresdnern als Restaurator des Hauptbahnhofs bekannt sein dürfte – am Umbau des Reichstagsgebäudes in Berlin. Anschließend gestaltete er den Bau der Reichstagskuppel.

Es sei ein Zufall gewesen, dass Dresden in den Fokus der CG Gruppe geraten ist, wie Gröner am Donnerstag verriet. Bereits vor 15 Jahren sei er gemeinsam mit seiner Frau über den Postplatz gegangen und dachte sich beim Anblick der leerstehenden Gebäude: „Denen fehlt die Innenstadt. Auch zwölf Jahre später hatte sich daran nichts geändert. Wieso interessierte sich niemand für die Grundstücke, weshalb waren die Baustellen nicht besetzt“, fragte sich der Vorstandsvorsitzende und nahm die Sache selbst in die Hand. Auch auf das Telegrafenamt, nur wenige Meter von der Oberpostdirektion entfernt, hat der Investor ein Auge geworfen. Hier sollen in einem Neubau ebenfalls Wohnungen entstehen. In drei bis vier Jahren, ist sich Gröner sicher, sei der Postplatz – auch weil viele Investoren inzwischen seinem Beispiel gefolgt sind – vollständig er- und die Lücke damit geschlossen.

Von Christin Grödel

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