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Starterfolg für städtische "Blaue Tonne"

Starterfolg für städtische "Blaue Tonne"

Das neue Altpapier-Sammelsystem der Stadt ist mit größerer Resonanz gestartet als zunächst erwartet: Bis zum Start am 1. Januar ließ das Rathaus 16 256 "Blaue Tonnen" aufstellen - noch vor ein paar Monaten war das Amt für Abfallwirtschaft von allenfalls rund 13 000 bis 15 000 Tonnen beim Systemstart ausgegangen.

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Da die Behörden dabei auf die Erlaubnis jedes einzelnen Hauseigentümers angewiesen sind und das städtische Altpapier-Sammelsystem zudem - entgegen früheren Plänen - auf absehbare Zeit in direkter Konkurrenz zu den Blautonnen privater Entsorgungsfirmen steht, zeigte sich Abteilungsleiterin Dagmar Kuklinkski vom Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft "recht zufrieden" mit dem Auftakt.

"Wir freuen uns über jede Anmeldung und bekommen immer noch neue Anforderungen für unsere Blauen Tonnen", sagte Kuklinkski. Vor allem konnte die Stadt der privaten Konkurrenz auf Anhieb Marktanteile abnehmen: Jede dritte städtische Altpapiertonne, die nun vor den Häusern aufgestellt wurde - in Summe 5549 Behälter -, geht auf das Konto von "Überläufern", die vom privaten auf das kommunale Sammelsystem umgestiegen sind.

Schon seit Jahren ringen Kommune und Privatfirmen um die alten Zeitungen und anderes Altpapier der Dresdner. Ursprünglich hatte die Stadt den lukrativen Sekundärrohstoff nur mit Containern an 643 Stellplätzen gesammelt. Als die Weltmarktpreise für Altpapier anzogen, entstanden in Dresden zunächst kleine Annahmestellen, die den Bürgern - wie zu DDR-Zeiten die SERO-Stellen - Geld für gebrachtes Papier zahlten. 2008 begannen dann auch noch private Entsorger wie Veolia, Kühl, Stratmann, Alba und Sickert, insgesamt 23 450 Blaue Tonnen vor den Häusern vieler Dresdner aufzustellen. Das Prinzip "Holen statt bringen" kam an, immer weniger Dresdner schleppten ihr Altpapier zu den städtischen Containerstellplätzen. In der Folge halbierte sich das kommunale Altpapieraufkommen von 35 228 Tonnen 2005 auf 17 527 Tonnen im Jahr 2010 - und das Rathaus büßte rund eine halbe Million Euro Einnahmen pro Jahr ein.

Doch 2011 schlug das Imperium zurück: Die Stadträte beschlossen, ein eigenes Blautonnen-System aufzubauen. Dafür wurde inzwischen auf etwa jedem zweiten Wertstoffsammelplatz der Altpapier-Container weggekarrt. Mit dem Versuch, auch die Blauen Tonnen der Privaten zu verbieten, scheiterte das Rathaus allerdings im Juni 2011 im Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen. Ein endgültiges Urteil im Altpapierstreit steht zwar noch aus. Der Abschluss dieses Hauptverfahrens wird allerdings frühestens Mitte 2013 erwartet. Bis dahin müssen sich die Stadttonnen in freier Wildbahn gegen die private Konkurrenz bewähren.

Heiko Weckbrodt

Mehr Infos zur städtischen Blauen Tonne: www.dresden.de/blauetonne

Wie hier in Wölfnitz hat die Stadt jetzt über 16 000 blaue Altpapiertonnen aufgestellt. Foto: Dietrich Flechtner

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