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Städtische Kliniken Dresden machten 2012 drei Millionen Euro weniger Verlust

Städtische Kliniken Dresden machten 2012 drei Millionen Euro weniger Verlust

Die beiden städtischen Krankenhäuser in Dresden - das Krankenhaus Friedrichstadt und die Neustädter Klinik - verbuchen angesichts ihrer wirtschaftlichen Lage einen kleinen Erfolg.

Nachdem die Kliniken 2011 zusammen Defizite von mehr als sieben Millionen Euro einfuhren und das Minus mit den Verlusten der vorangegangenen Jahre von acht Millionen auf insgesamt knapp 15 Millionen Euro gestiegen war, sind die Zahlen für das vergangene Jahr ein wenig erfolgversprechender. Nach DNN-Informationen rechnen die fusionierten Häuser unter dem neuen Verwaltungsdirektor Jürgen Richter für 2012 mit einem Minus von vier Millionen Euro. In den ersten drei Quartalen des Vorjahres seien Verluste in Höhe von einer Million verbucht worden, wobei das Krankenhaus Friedrichstadt sogar einen Überschuss nachweisen kann. Das geht aus einem Report hervor, der gestern im Krankenhaus-Ausschuss vorgestellt worden ist. Weitere Auskünfte über die langfristige Entwicklung der Kliniken hätte Richter aber nicht gegeben. Ein kleines Plus in den Finanzen der städtischen Krankenhäuser hat es letztmalig 2008 gegeben.

Im vergangenen November hatten bereits sowohl die Grünen als auch die Linke von der Stadt ausreichend Geld für notwendige Investitionen gefordert (DNN berichteten). Darauf hat das Rathaus nun reagiert. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurden sechs Millionen Euro für die städtischen Krankenhäuser in den Doppelhaushalt 2013/2014 eingestellt. Diese sollen aber nicht genutzt werden, um das Defizit auszugleichen, sondern seien für Investitionen vorgesehen, wie Thomas Blümel, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, auf Anfrage erklärte. "Mithilfe der Investitionen möchte Jürgen Richter soviel Erträge erwirtschaften, um das Defizit mittelfristig auszugleichen", so Blümel. Auf dieser Grundlage hätte man sich entschieden, die Mittel bereitzustellen. Weitere vier Millionen Euro für die städtischen Krankenhäuser erhofft sich die Stadt vom Land Sachsen.

Bundesweit verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser seit 2010 kontinuierlich. Das ist das Ergebnis des neuen Krankenhaus Barometers des Deutschen Krankenhausinstituts. Danach hat eine von drei Kliniken in Deutschland zuletzt rote Zahlen geschrieben. 31 Prozent der Häuser haben im Jahr 2011 Verluste eingefahren. Im Jahr zuvor wiesen nur 21 Prozent der Krankenhäuser einen Fehlbetrag auf. 15 Prozent der Klini-ken lägen laut Studie aktuell gar im "roten Bereich" mit absoluter Insolvenzgefahr. Den öffentlich-rechtlichen Kliniken gehe es dabei wirtschaftlich am schlechtesten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.01.2013

Christin Grödel

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