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Städtereport: Dresden ist Akademiker-Magnet Nr. 1 im Osten

Städtereport: Dresden ist Akademiker-Magnet Nr. 1 im Osten

Die Hightech-Industrie und die bundesweit einzigartige Dichte an Forschungseinrichtungen machen Dresden zu einer der attraktivsten Städte für Hochschulabsolventen in Deutschland.

Von Heiko Weckbrodt

Gemessen an der Einwohnerzahl hat die sächsische Landeshauptstadt die höchste Akademikerdichte in Ostdeutschland, lässt man den Sonderfall Berlin außer Acht. Das geht aus dem "Städtereport Deutschland" der Commerzbank-Tochter "comdirect" hervor.

Demnach haben 17,4 Prozent aller Dresdner einen universitären oder einen Fachhochschul-Abschluss. Das entspricht bundesweit Rang 5 vor Leipzig (17,3 Prozent) und hinter München (19,5 Prozent), Frankfurt am Main (18,1 Prozent), Stuttgart (17,8 Prozent) und Berlin (17,5 Prozent). Gerade im Spitzenfeld wird das dahinter steckende Muster erkennbar: Vor allem in Großstädte, die Sitz von Landesregierungen sind und/oder eine hochtechnologie-orientierte Wirtschaftsstruktur haben, ballen sich die Akademiker.

In Dresden kommen neben Ministerien, Chipfirmen, TU und den vielen Hochschulen als Sonderfaktor auch die vielen außeruniversitären Forschungseinrichtungen als Akademiker-Magnet hinzu: Nirgendwo sonst in der Bundesrepublik gibt es derart viele Fraunhofer-, Max-Planck-, Leibniz- und Helmholtz-Institute an einem Standort.

Wie stark die örtliche Wirtschafts- und Forschungsstruktur den Anteil Hochqualifizierter beeinflusst und wie sehr sich in dieser Hinsicht eine Schere innerhalb Deutschlands auftut, zeigt ein Blick auf das untere Tabellenende: In Ruhrpott-Städten wie Gelsenkirchen oder Duisburg etwa liegt die Akademiker-Quote nur etwa halb so hoch wie in den Städten des Spitzenfeldes.

Erst kürzlich hatte eine Fachkräfte-Auswertung durch die Datenbank der Arbeitsagentur - die allerdings eine etwas andere Zählmethode verwendet - zu ähnlichen Ergebnissen geführt. Dabei landete Dresden sogar auf Platz 1 unter den Akademiker-Städten in ganz Deutschland (DNN berichteten).

Für ihren "Städtereport" hatte die "comdirect" mikrogeografische Analysen der 50 größten Kommunen in Deutschland in Auftrag gegeben. Darin flossen Daten von Acxiom Deutschland, den Statistischen Landesämtern und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ein.

Ein bitterer Wermutstropfen: Die Analytiker rechnen damit, dass Dresden in naher Zukunft aus der Riege der Wachstumsstädte heraus fallen wird. Bis zum Jahr 2025 wird die Einwohnerzahl in Dresden demnach um 6,9 Prozent sinken, in Leipzig sogar um acht Prozent.

Weitere Infos im Netz: tinyurl.com/7feppu6

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.04.2012

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