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Stadtreinigung Dresden entwickelt leisere E-Kehrmaschine

Testurteil: Zu laut! Stadtreinigung Dresden entwickelt leisere E-Kehrmaschine

Die Strom-Kehrmaschine der Stadtreinigung funktioniert, ist aber so laut, dass sie gar nicht als Elektrofahrzeug wahrgenommen wird. Das ist das Ergebnis eines Tests von drei E-Mobilen. Die Techniker haben schon neue Ideen.

Die Akkus der kleinen E-Kehrmaschine taugen für zwei Schichten. Ihre Kapazität ist damit völlig ausreichend. Aber die Kehrtechnik ist zu laut.

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Leiser ist besser. Die kleine Elektrokehrmaschine, die die Stadtreinigung im März 2013 in Betrieb genommen hat, funktioniert einwandfrei. Aber: Sie ist zu laut. Ein entscheidender Vorteil von Elektrofahrzeugen, der Flüstermodus, geht verloren, wenn sie auf Putztour ist. Das ist eines von mehreren Ergebnissen eines Projekts, bei dem die Stadtreinigung mehrere E-Fahrzeuge getestet hat. Die Kehrmaschine wurde vor knapp drei Jahren zusammen mit einem Elektrokleinwagen in Betrieb genommen, etwa ein Jahr später folgte noch ein Transporter mit Stromantrieb. Das Fazit der Verantwortlichen vom Tatzberg: Alle drei Fahrzeuge funktionieren mehr oder weniger gut, sind aber durchaus eine Alternative zu Maschinen und Autos, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden. „Die Fahrzeuge verursachen, verglichen mit konventionellen Verbrenner-Fahrzeugen, lokal weniger Lärm und Abgase, was von den Bürgerinnen und Bürgern positiv wahrgenommen wird“, sagt Burghart Hentschel, Geschäftsführer der Stadtreinigung (SRD).

Doch genau da ist der Haken: Zwar spart die kleine Kehrmaschine im Vergleich zu einem konventionellen Fahrzeug rein rechnerisch in fünf Jahren rund 58 000 Euro Spritkosten ein und pustet 78 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft – und das aktuell mit Batterien, die einen Zweischichtbetrieb ohne Nachladung möglich machen. Aber sie ist zu laut. Viel zu laut. Der Lüfter, die Saugmotoren und der Kehrbesen machen Krach. Der Lärm ist so heftig, dass die Maschine noch nicht einmal als Elektromobil wahrgenommen wird, obwohl sie „deutlich leiser als herkömmliche Maschinen ist“, so das SRD-Ergebnis. Gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) und der TU Dresden, die das E-Projekt wissenschaftlich begleitet haben, haben die Praktiker von der Stadtreinigung eine andere Minikehrmaschine so umgebaut, dass der Lärm minimiert wird. Das Testfahrzeug steht jetzt bei der HTW, für den Regeleinsatz ist es nicht gedacht.

Die Strom-Kehrmaschine bleibt unterdessen im Fuhrpark der Stadtreinigung. Ebenso der Elektro-Kleinwagen, ein Zweisitzer von Smart, der „von den Mitarbeitern sehr gut angenommen wurde“ und täglich rund 40 Kilometer durch Dresden fährt. Diese Strecke packt pro Tag auch der Transporter. Bei diesem Auto auf Basis eines Mercedes ist die Akkuleistung aber noch zu gering. Gerade mal eine Schicht pro Tag ist machbar. „Für kurze Anfahrwege zum Auftragsstandort (in der Regel kleiner fünf Kilometer)... ist die Batterieleistung für einen einschichtigen Betrieb ... ausreichend“, steht im Ergebnisbericht des SRD- und HTW-Projekts. Der zusätzliche Einsatz nachts, zum Beispiel bei der Reinigung von Haltestellen der Dresdner Verkehrsbetriebe sei nicht möglich gewesen. „Hier sind noch technische Optimierungen erforderlich“, so die Praktiker.

Alle drei Fahrzeuge sind in ihrer Einsatzzeit rund 52 000 Kilometer elektrisch gefahren. Sie zählen nun zum SRD-Fuhrpark mit insgesamt 153 Autos. Dazu sollen weitere E-Fahrzeuge angeschafft werden: Ein Kleinwagen und ein zweiter Kleintransporter.

Von Christoph Springer

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