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Stadtratsauftrag: Praktiken im Veranstaltungsbüro im Visier der Prüfer

Stadtratsauftrag: Praktiken im Veranstaltungsbüro im Visier der Prüfer

Jetzt steht das komplette Wirken von Jörn-Torsten Verleger als Chef des Veranstaltungsbüros zur Fifa-Frauen-Weltmeisterschaft 2011, Fifa-U-20-Frauen-WM 2010 und des Evangelischen Kirchentages 2011 auf dem Prüfstand.

Das hat der Dresdner Stadtrat auf Antrag der SPD-Fraktion auf seiner Sitzung in der Dreikönigskirche beschlossen. Anlass sind die bereits vom Rechnungsprüfungsamt bestätigten Unregelmäßigkeiten beim Umgang mit Ehrenkarten (DNN berichteten).

Herbert Gehring, Leiter des städtischen Rechnungsprüfungsamts, hatte vergeblich nach vollständigen Unterlagen zum Thema Ehrenkarten im Veranstaltungsbüro gefahndet und das in einem Schreiben entsprechend angemahnt. "Wir wollen nun generell wissen, wie das Büro gearbeitet hat, ob alles ordnungsgemäß, rechtmäßig, wirtschaftlich, sparsam und zweckmäßig vor sich ging", sagt SPD-Stadtrat Thomas Blümel den DNN. Wenn nichts Schlimmes oder Unregelmäßiges herauskomme, sei Verleger ja entlastet und allen Mutmaßungen die Basis entzogen. Wenn es weitere Bestätigungen für Unregelmäßigkeiten gebe, komme allerdings Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) ins Visier, denn der habe Verleger ständig gedeckt und in Schutz genommen, so Blümel.

Auf Antrag von Jens Hoffsommer (Grüne) debattierte der Stadtrat das Thema unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Begründung: mögliche Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Dabei ging es lediglich um die Erteilung eines Prüfauftrages. Dennoch gab es eine intensivere Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der Untersuchung. Doch SPD-Stadtrat Blümel konnte aus Akten der Verwaltung zitieren, die den begründeten Verdacht auf mehr Unregelmäßigkeiten nährten. Letztlich stimmten Linke, SPD und Bürgerfraktion ganz sowie Teile der Grünen und FDP dem Prüfauftrag zu - gegen die CDU.

Wie DNN berichteten, ermittelt bereits die Dresdner Staatsanwaltschaft wegen Untreue und Vorteilsnahme gegen den Leiter des inzwischen wieder geschlossenen Veranstaltungsbüros. Ob sich Staatsanwaltschaft und Rechnungsprüfungsamt dabei "kurzschließen" werden, war bis zum Wochenende nicht mehr zu erfahren. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.12.2011

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