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Stadtrat beschließt Sanierung der Königsbrücker Straße in Dresden

Stadtrat Stadtrat beschließt Sanierung der Königsbrücker Straße in Dresden

Nach jahrelanger Diskussion ist es geschafft: Mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen hat sich der Stadtrat erwartungsgemäß für die Variante 8.7 zur Sanierung der Königsbrücker Straße entschieden.

Noch in dieser Legislatur, die 2019 endet, sollen die Bauarbeiten an der Königsbrücker Straße beginnen

Quelle: fs

Dresden. Von einer „historischen Entscheidung“ sprach Linken-Fraktionschef André Schollbach. Noch in dieser Legislatur, die 2019 endet, soll der Bau beginnen. Die Variante 8.7 sei ein vernünftiger Kompromiss. „Wie müssen weg von der Autofixierung der 90er Jahre“, sagte Schollbach.

Zu Beginn der Debatte hatten sich CDU, AfD und FDP nochmals für die Variante 7 ausgesprochen, die mit einer praktisch vierspurigen Gestaltung getrennte Fahrspuren für Bahnen und Autos auf dem gesamten Abschnitt vorsah. „Der Verkehr soll fließen“, sprach sich CDU-Stadtrat Gunter Thiele gegen die Varianten 8.4 und 8.7 aus. Die Stadt könne nicht für viel Geld eine Straße sanieren und damit eine „Staufalle“ produzieren. Mit der Variante 8.7 drohe ein stärkerer Verdrängungsverkehr in die Nebenstraßen der Neustadt.

Die Variante 7 sei stadtteilunverträglich konterte Grünen-Politiker Johannes Lichdi. Mit der Entscheidung für die Variante 8.7 erfülle die Stadtratsmehrheit ein Wahlversprechen. Er lobte den Diskussionsprozess der letzten Monate. Ein in bestimmten Bereichen drohender Schleichverkehr werde durch die Vorteile der Variante aufgewogen, hielt er beispielsweise der CDU-Kritik entgegen. „Die Variante 8.7 erfüllt die Wünsche der Neustadt-Bewohner“, sagte Lichdi.

Hendrik Stalmann-Fischer (SPD) bewertete die Varianten 7 und 8.7 als verkehrlich gleich gut. Die von Rot-Grün-Rot favorisierte Variante berücksichtige aber die Stadtteilstruktur besser. Die Variante 8..4, die von den Piraten befürwortet wurde, sei zwar die schönste für die Neustadt. „Wir wollen aber eine Lösung für die ganze Stadt“, sagte Stalmann-Fischer. Bei der Variante 8.4 würden sich Bahn und Autos über die gesamte Strecke die Fahrspuren teilen und bei Problemen gegenseitig blockieren. Die beiden Stadträte der Piraten, die zur Fraktion der Linken gehören, sprachen sich mit einem Änderungsantrag für Variante 8.4 aus, scheiterten aber.

Wie Jörg Urban (AfD) sprach sich auch Holger Zastrow von der FDP für die Variante 7 aus, die vor zwei Jahren schon einmal beschlossen war, dann aber von Rot-Grün-Rot gestoppt worden ist. Für Zastrow ist die Variante 7 noch immer der beste Kompromiss. „Jetzt entscheidet der Stadtrat wieder einmal. Ob es das letzte Mal ist, werden wir sehen.“

Am Ende stand die Mehrheit von 36-Ja-Stimmen gegen 31-Nein-Stimmen für die Variante 8.7, für die es aber nun erst ein Planfeststellungsverfahren geben muss.

Von Ingolf Pleil

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