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"Stadtränder werden unattraktiv" - Ulbig warnt vor Zerfaserung der Stadt

"Stadtränder werden unattraktiv" - Ulbig warnt vor Zerfaserung der Stadt

Angesichts sinkender Einwohnerzahlen und veränderter Lebensvorstellungen der Menschen hat Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) vor einer Zerfaserung der Städte gewarnt.

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(Symbolbild)

Quelle: Stephan Lohse

„Die Stadtränder sind vielerorts unattraktiv geworden, die Leute strömen in die City“, sagte er“. Es gebe einen regelrechten Run auf zentrale Wohnlagen - nicht nur in Großstädten, sondern auch in kleineren Orten.

Dem müsse auch die Stadtentwicklungspolitik Rechnung tragen: „Indem wir die Zentren ausbauen - und im Zweifel weniger beliebte Wohngebiete in der Peripherie abreißen.“Ulbig betonte weiter: „Immer mehr Bürger möchten urban leben. Dort, wo nur noch wenige Menschen leben, wird die Infrastruktur wiederum für jeden Einzelnen teurer. Das bedeutet, wir brauchen kompakte Städte.“ Bisher sei die Stadtentwicklung immer auf Expansion ausgerichtet gewesen, sagte Ulbig. „Jetzt lernen wir, wie Schrumpfen funktioniert. Da sind wir, was Deutschland angeht, Pioniere. Auf den Westen kommt das noch zu, vielleicht wird er eines Tages von unseren Erfahrungen profitieren.“

dpa

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