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Stadtbibliothek Dresden führt mit Umzug in Kulturpalast moderne RFID-Ausleihe ein

Stadtbibliothek Dresden führt mit Umzug in Kulturpalast moderne RFID-Ausleihe ein

Die Stadtbibliothek steht vor einem Technologie- und Servicesprung. Mit dem geplanten Wechsel vom World Trade Center (WTC) in den Kulturpalast sollen alle 750.000 Medien (Bücher, CDs, DVDs, Spiele, Karten) mit Funk- Etiketten (RFID-Technik) beklebt werden, wie das schon in den meisten anderen Großstädten der Fall ist.

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Eine Leserin mit einem Bücherstapel. (Symbolbild)

Quelle: André Kempner

Das ermöglicht eine 24-Stunden-Rückgabe und erweiterte Öffnungszeiten von 10 bis 20 Uhr (derzeit 11 bis 19 Uhr), weil das Personal entlastet werde und sich wieder mehr um die Nutzerberatung kümmern könne. So steht es im Bibliotheksentwicklungsplan 2011 bis 2013, den der Kulturausschuss bereits verabschiedet hat.

Am 24. März entscheidet der Stadtrat über diesen Plan und den „Kulti“-Umbau. Dresden hinke bei der Einführung der modernen RFID-Ausleih-Technologie hinterher, sagt Vize-Bibliotheks- Chef Roman Rabe. Bereits 2009 sollte die automatische Buchausleihe in der Stadtteilbibliothek Neustadt eingeführt werden. Das scheiterte am Geldmangel.

Jetzt plane die Stadt, das neue Ausleih-System ab 2013 bis 2015 pünktlich zur Eröffnung des umgebauten Kulturpalastes für die Zentralbibliothek einzuführen. Kostenpunkt: rund 1,875 Millionen Euro. Dresden orientiert sich bei der Selbstverbuchung, wie das System auch genannt wird, stark an der Münchner Stadtbibliothek.

Unter dem Motto „Nie mehr Schlange stehen“ führten die Bayern das neue System ab 2006 als Vorreiter in Europa erfolgreich ein. Doch die RFID-Technik ist eigentlich „nur“ ein innovativer Nebenaspekt. Im „Kulti“ werde die Haupt- und Musikbibliothek mit der Jugendbibliothek „Medien@age“, die sich derzeit auf der Waisenhausstraße 8 befindet, verschmolzen.

Jugendliche sowie die Generation 50plus sollen im umgebauten Kulturpalast besondere Erlebnisräume und Aufmerksamkeit erhalten. Mehr Regalfläche, mehr Internetplätze und WLAN-Zugänge, geschickte Erschließung aller Bibliotheksflächen, Auftrittsflächen für Schülerbands, mehr Vermittlung von Bücherinhalten mit szenischem Spiel, mehr Vorleser – der Kulturpalast soll ein Erlebnisort für alle Dresdner werden, fast rund um die Uhr.

Das ganze Stadtzentrum soll durch den Einzug der Bibliothek und des Kabaretts sowie verstärkter Kooperation mit Operette und Philharmonie den ganzen Tag über belebt sein. Außerdem spare die Stadt durch den Bücherei- Umzug künftig jährlich rund eine halbe Million Euro Mietausgaben, die derzeit noch für die Hauptbibliothek und die „Medien@age“ anfallen.

Die RFID-Etiketten stehen für die bislang dritte große Ausleih-Reform: Zu DDR-Zeiten hatten die Bibliotheken ihr Ausleihverfahren von Stempelkarten auf photografische Lochkarten umgestellt. Nach der Wende folgte der Übergang zu Strichcodes auf den Büchern, die manuell mit Scannern ausgelesen werden. Die neuen RFIDs läuten die Selbstbedienungs-Ära ein.

SO FUNKTIONIERT RFID

 RFID ist die Kurzform für Radio-Frequenz- Identifikation. Ein RFID-Etikett besteht aus einer Kunststoffeinlage mit Mikrochip und Antenne. Die Etikette wird ins oder aufs Buch geklebt. Der Nutzer liest an einer Station seinen Bibliotheksausweis ein, legt dann seine Bücher und/ oder sonstige Medien – es können ruhig mehrere sein – auf eine markierte Auflagefläche. Die Station erkennt automatisch das RFID-Etiektt und meldet es an die Bibliotheks-Datenbank. Dort wird das Medium verbucht. Und die Datenbank meldet zurück, das die Verbuchung erfolgreich war. Alles funktioniert berührungslos. Der Mikrochip selbst strahlt nicht, sondern funkt nur an und durch die Station. Datenschutz ist sichergestellt. rare

rare

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