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Stadt will Gagfah von Abrisspflicht befreien

Stadt will Gagfah von Abrisspflicht befreien

Stadt und Gagfah haben sich auf ein vorzeitiges Ende des Abrissprogramms geeinigt. Stimmt der Stadtrat demnächst zu, bleiben 136 Wohnungen erhalten, die eigentlich vom Markt hätten genommen werden müssen.

Darüber informierten die Stadt und die Gagfah gestern in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Mit dem Aufkauf des Woba-Bestandes im Jahr 2006 hatte das Wohnungsunternehmen auch die Verpflichtung übernommen, 3881 Wohnungen abzureißen. Diese Zahl wurde später auf 3562 Wohneinheiten reduziert.

Sollte der Stadtrat nun die Gagfah von dieser Pflicht befreien, wäre dies die Rettung für die Häuser an der Nicolaistraße. Viel mehr bedeutet das vorzeitige Ende des Abrissprogramms nicht, denn die restlichen Wohnungen auf der großen Liste sind schon den Abrissbirnen zum Opfer gefallen bzw. werden dies in Kürze tun. "Es wäre mehr drin gewesen, wenn die Stadt als Entscheidungsträger ihre eigenen Statistiken verstanden hätte", kritisiert Peter Bartels auf Anfrage. Er ist der Vorsitzende des Mietervereins Dresden und Umgebung, sitzt für die SPD im Stadtrat und warnt seit vielen Monaten beharrlich vor weiteren Abrissen.

Hintergrund ist, dass in Dresden immer weniger Wohnungen leer stehen und sich das Angebot spürbar verknappt hat. Als das Abrissprogramm beschlossen wurde, lag die Leerstandsquote laut Stadt noch bei 13,9 Prozent. Die Entwicklung, die dann eingetreten ist, sei damals so nicht absehbar gewesen. "Blödsinn", findet Bartels. "Das Problem ist seit zwei Jahren bekannt und jetzt erst wird reagiert."

Stadt und Gagfah betonten gestern derweil lieber, dass sie nach der Zeit erbitterter juristischer Auseinandersetzungen überhaupt wieder miteinander sprechen. "Es war ein konstruktiver Dialog. Wir konnten uns schnell einigen", erklärte Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel. Der CDU-Politiker leitete die Verhandlungen zum Abrissstopp und ist zugleich neues Mitglied im Aufsichtsrat der Gagfah.

Die für Dresden zuständige Regionalmanagerin des Wohnungsunternehmens, Martina Pansa, sagte: "Das Verhältnis zur Stadt ist wieder fast so gut wie früher. Es wäre schön, wenn wir hier einen kleinen Beitrag leisten können zur Linderung der sich anbahnenden Wohnungsknappheit in Dresden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.07.2012

Christoph Stephan

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