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Stadt widerspricht Anwohnern: Kein Anlass für mehr Tempo 30 im Lockwitzgrund

Stadt widerspricht Anwohnern: Kein Anlass für mehr Tempo 30 im Lockwitzgrund

Die Stadt sieht keinen Anlass, im Lockwitzgrund durchgehend Tempo 30 vorzuschreiben. "Konflikte zwischen Kraftfahrern und Fußgängern sind nicht bekannt. Verkehrsgefährdungen bestehen nicht", begründeten die Verantwortlichen im Rathaus ihre Position.

Damit machen sie den Anwohnern im Lockwitzgrund erneut einen Strich durch die Rechnung. Seit mehr als einem Jahr fordern sie, dass dort durchgehend von der sogenannten scharfen Ecke bis zur Stadtgrenze die Fahrgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h begrenzt wird. Zuletzt bekamen sie dabei Unterstützung von den Linken (DNN berichteten).

Es gibt zu wenig Platz für Fußgänger, Autofahrer fahren ohnehin schneller als erlaubt, der Verkehr ist morgens und abends sehr dicht, monierten die Anwohner. Diese Angaben hat die Stadt überprüft. Ihr Ergebnis: Werktags zwischen 6 und 8 Uhr und zwischen 14 und 16 Uhr fahren bis zu 320 Fahrzeuge pro Stunde durch den Lockwitzgrund. "In der übrigen Zeit ist der Fahrverkehr erheblich geringer", haben die Verantwortlichen mittels Zählungen herausbekommen, außerdem wurden maximal drei Fußgänger pro Stunde registriert. Sie meinen: "Die Straße ist im Streckenabschnitt, der mit 50 km/h befahren werden darf gut einzusehen und zwischen den passierenden Fahrzeugen gibt es genügend große Zeitlücken, um zum Beispiel an der Bushaltestelle Sobrigauer Weg zu queren". Das Raser-Argument lässt die Stadt ebenfalls nicht gelten. Das belegen laut Rathaus-Auskunft Kontrollen, die seit 2008 regelmäßig stattfinden, "zuletzt am 17. Oktober", so die Stadt. Ihr Fazit: Die bestehenden Einschränkungen genügen, Tempo 30 gilt weiter nur am Anfang und am Ende der Lockwitzgrundstraße auf Dresdner Flur. "Eine erhöhte Gefahrenlage, die eine weitere Einschränkung des fließenden Verkehrs rechtfertigen würde, besteht nicht."

Anwohner wie etwa Christian Kriegel und Detlef Keßler kämpfen gemeinsam mit ihren Nachbarn dafür, dass im Lockwitzgrund auf Dresdner Flur durchgehend nur mit 30 Stundenkilometern gefahren werden darf. Sie finden die Straße viel zu gefährlich. Zuletzt bekamen sie Unterstützung von Linke-Stadträtin Margot Gaitzsch. Ihre Fraktion will die Stadtverwaltung per Antrag dazu auffordern, die Ausweitung der Tempo-30-Regelung im Lockwitzgrund erneut zu prüfen.

C. Springer

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