Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Stadt veröffentlicht aktuelle Bodenrichtwertkarte für Dresden

Stadt veröffentlicht aktuelle Bodenrichtwertkarte für Dresden

Den Traum vom eigenen Häuschen im Grünen haben sich schon viele Dresdner erfüllt und so mancher spielt vielleicht jetzt noch mit dem Gedanken, selbst zu bauen.

Die Wahl des Grundstücks sollte dabei gut überlegt sein, schließlich kann schon allein diese Frage schnell über 40000 Euro mehr oder weniger auf dem Konto entscheiden. Denn während der Quadratmeter Bauland im Ortsteil Rossendorf teilweise nur 25 Euro kostet, muss man in vielen Lagen von Cossebaude deutlich über 100 Euro berappen.

Das geht aus der aktuellen Bodenrichtwertkarte hervor, die Klara Töpfer, die Leiterin des städtischen Vermessungsamtes, am Freitag im Rathaus vorstellte. Noch deutlicher werden die Unterschiede im Dresdner Zentrum. Die mit Abstand teuersten Flächen befinden sich laut Töpfer am Neumarkt und im Nordteil der Prager Straße (Höhe Karstadt), wo Quadratmeterpreise von knapp 4000 Euro aufgerufen werden. Ein paar hundert Meter weiter sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Die Grundstücke am Wiener Platz wie das berühmt-berüchtigte "Wiener Loch" kosten nur 1200 Euro pro Quadratmeter und Flächen östlich der St. Petersburger Straße, wie beispielsweise an der Hans-Dankner-Straße, schaffen es trotz der großen Nähe zum Blüherpark und zum Großen Garten nicht auf Preise von über 250 Euro pro Quadratmeter.

"Der Dresdner Immobilienmarkt wird zunehmend von Eigentumswohnungen dominiert. Von den im vergangenen Jahr registrierten 6000 Verkäufen machen sie zwei Drittel aus", betont Töpfer. Die Abschriften der entsprechenden Kaufverträge bilden die Basis für die Arbeit des ehrenamtlichen Gutachterausschusses, der nicht nur die Bodenrichtwertkarte, sondern auch eine Übersicht der erzielten Kaufpreise zusammenstellt. Notare sind gesetzlich verpflichtet, diese Informationen ans Rathaus zu schicken, damit die Entwicklung des Immobilienmarktes transparent nachvollzogen werden kann.

Bei 60 Prozent der Bodenwerte in Dresden hat sich laut Töpfer in den vergangenen zwei Jahren preislich nichts getan, nur 30 Prozent der Flächen hätten sich verteuert. Loschwitz, Blasewitz und Striesen sind derweil weiterhin die Wohnlagen für Menschen mit einem dicken Portemonnaie. "Aber auch Stadtteile wie Laubegast, Löbtau und die Friedrichstadt ziehen mittlerweile deutlich an", sagt Katharina Fehrmann, die im Vermessungsamt als Abteilungsleiterin für die Ermittlung von Grundstückswerten verantwortlich ist. Preislich einen großen Sprung nach oben hat auch das Gebiet um den Schützenplatz gemacht. Die Quadratmeterpreise kletterten hier in den letzten zwei Jahren von 380 Euro auf 550 Euro. "Dies zeigt, dass das nach der Wende überhaupt nicht populäre innerstädtische Wohnen immer stärker an Bedeutung gewinnt", meint Töpfer.

Übrigens sind selbst die maximalen Bodenrichtwerte von Dresden wie die aller Ost-Städte im deutschlandweiten Vergleich geradezu Peanuts. Denn bei den Filetstücken in Frankfurt am Main werden schon einmal 55 000 Euro pro Quadratmeter erzielt. Das entspricht fast dem 14-fachen der Spitzenpreise in Dresden.

Stephan, Christoph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
22.08.2017 - 14:50 Uhr

Der aktuelle Mannschaftsausflug führte die Zweitliga-Mannschaft von Dynamo Dresden in die Gläserne Manufaktur.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.