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Stadt stellt überarbeitete Regelung zur Straßenmusik vor – Rot-Grün-Rot will alles auf Anfang setzen

Stadt stellt überarbeitete Regelung zur Straßenmusik vor – Rot-Grün-Rot will alles auf Anfang setzen

Der Baubürgermeister Jörn Marx, Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) sowie Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, stellten am Freitagmorgen die überarbeitete Regelung zur Ausübung der Straßenkunst, Straßenmusik und Straßenmalerei vor.

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Michael Pritzke und Arne Schmitt vor den Türen des Rathauses. Beide wünschen sich eine musikerfreundlichere Regelung.

Quelle: Stephan Lohse

„Mit dieser Regelung haben wir eine Linie gefunden, die alle Interessen berücksichtigt“, erklärte Jörn Marx (CDU) bei einer Pressekonferenz im Dresdner Rathaus.

Aus unserem Archiv:

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"Für eine freie Vielfalt von Kunst und Musik auf den Straßen“ - unter diesem Motto demonstrierten am 1. August 2014 Straßenmusiker- und Künstler gegen die seit diesem Tag geltende Regelung für Straßenkunst.

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Die ursprüngliche Fassung vom 1. August 2014 ärgerte die Straßenmusiker vor allem wegen des kurzen Zeitraums für eine Genehmigung, die nur in den frühen Morgenstunden erteilt wurde. Nun haben die Straßenmusiker aber fast täglich und auch in den Nachmittagsstunden die Möglichkeit, sich eine Erlaubnis für den Tag ausstellen zu lassen. So werden Genehmigungen nach persönlicher Vorsprache nun Montag und Freitag zwischen 8 und 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr erteilt.

Außerdem hat die Stadtverwaltung eine genauere Differenzierung zwischen den einzelnen Künsten vorgenommen, neue Standorte hinzugenommen und die Augustusbrücke für Straßenmusik- und kunst komplett freigegeben. „Auf der Brücke wird niemand gestört, deshalb ist auch keine Genehmigung notwendig“, erklärte Koettnitz. Das Selbe gilt für die Straßenbereiche außerhalb des Innenstadtrings.

Insgesamt stehen den Künstlern, Musikern und Malern nun 20 Standorte zur Verfügung. Die Straßenmusiker haben mit sieben Plätzen (zwei Standorte auf der Prager Straße und jeweils einen Standort auf der Wilsdruffer Straße, dem Neustädter Markt, dem Jorge-Gomondai-Platz, dem Neumarkt und dem Altmarkt) die größte Auswahl. Klavierspieler dürfen auf dem Altmarkt und dem Schloßplatz spielen. Straßenkünstler, welche keine Tonträger oder Musikinstrumente verwenden, also Statuen oder Seifenblasen-Künstler, können ihre Darbietungen auf dem Neumarkt, dem Schloßplatz, dem Altmarkt, dem Dr.-Külz-Ring und der Prager Straße zeigen. Straßenkünstlern, die Tonträger oder Musikinstrumente einsetzen, stehen Standorte auf der Prager Straße, dem Taschenberg und der Hauptstraße zur Verfügung. Für Straßenmalerei gibt es zwei Standorte auf dem Wiener Platz.

Rot-Grün-Rot verlangt genehmigungsfreie Straßenmusik

Scheint also als wären alle glücklich. Doch der Schein trügt. Ein interfraktioneller Antrag der Linkspartei, des Bündnis 90/ Die Grünen und der SPD möchte diese Regelungen wieder kippen (DNN berichtete). Dieser Entwurf sieht vor, dass künftig alle Künstler, die nicht singen oder Musik machen, ohne Genehmigung auf Dresdens Straßen wirken können. Doch viel wichtiger: Auch Straßenkunst mit Musik, Instrumenten und Verstärkern soll unter bestimmten Voraussetzungen genehmigungsfrei werden. Die Musiker müssen lediglich mindestens 150 Meter Abstand zum nächsten Kollegen halten – festgelegte Spielorte soll es nicht mehr geben. „Sollte dieser Antrag beschlossen werden, stehen wir wieder am selben Punkt wie vor dem 1. August 2014“, erklärte Jörn Marx. Sämtliche Beratungen und Besprechungen wären also umsonst gewesen. „Und dann werden sich auch die Anwohner wieder beschweren“, so Marx.

Mehr als einhundert Beschwerden von Anwohnern, Ladeninhabern, Hotels und von Kirchen lagen im vergangenen Jahr der Stadtverwaltung vor. Das Problem: Das laute und sich wiederholende Musizieren vor der eigenen Haustür. „Viele schrieben uns, dass sie ihre Fenster gar nicht mehr aufmachen können“, so Marx. Deswegen sei die Regelung der Straßenmusik im August des vergangenen Jahres notwendig geworden. Aus Sicht der Verwaltung haben sich diese Auflagen auch bewährt. Doch nun müssen alle Beteiligten abwarten, ob der Streit wieder von vorn los geht.

Alle Informationen zur Beantragung im Internet unter www.dresden.de/strassenmusik

Nadine Steinmann

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