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Stadt soll Fäden am Dresdner Postplatz in der Hand behalten

Grüne und Linke gegen Verkauf von Grundstück am Zwinger Stadt soll Fäden am Dresdner Postplatz in der Hand behalten

Die Stadtverwaltung beabsichtigt, ein kleines Grundstück auf dem Postplatz gegenüber vom Kronentor des Zwingers an einen Investor zu verkaufen. Der Dresdner Architekt Jens Zander hat bereits einen sehr modernen Entwurf vorgelegt. Grüne und Linke sprechen sich jedoch gegen einen Verkauf aus.

Die Stadtverwaltung beabsichtigt, ein kleines Grundstück auf dem Postplatz gegenüber vom Kronentor des Zwingers an einen Investor zu verkaufen.

Quelle: Schulter

Dresden. Die Stadtverwaltung beabsichtigt, ein kleines Grundstück auf dem Postplatz gegenüber vom Kronentor des Zwingers an einen Investor zu verkaufen. Der Schürmann-Plan aus dem Jahr 1991 für die Bebauung des Postplatzes sieht an dieser Stelle einen Pavillon vor. Der Dresdner Architekt Jens Zander hat bereits einen sehr modernen Entwurf vorgelegt, bei dem Glas eine große Rolle spielt. Ein Investor soll nach DNN-Informationen einen Betrag von zwei Millionen Euro für die Fläche geboten haben.

Thomas Löser, baupolitischer Sprecher der Grünen im Stadtrat, hält nichts von einem Verkauf. „Wir sollten dieses sensible Grundstück im Herzen unserer Stadt nicht aus der Hand geben“, so Löser, der insbesondere keine vollendete Tatsachen will. „Vielleicht wäre es ein Weg, einen Pavillon zu bauen und nach fünf Jahren zu schauen, ob er angenommen wird. Ich will an dieser Stelle weder Büros noch beliebige Gastronomie“, erklärte der Grünen-Stadtrat. Die Stadt sollte den Hut aufbehalten und Vorkehrungen dafür treffen, dass die Fläche nicht architektonisch simpel gestaltet wird.

Das Projekt von Jens Zander sei in der Öffentlichkeit nicht vermittelbar, glaubt Tilo Wirtz, der Bauexperte der Linken im Stadtrat. „Ich plädiere dafür, dass sich die Stadt an dieser Stelle Zeit lässt und wartet, bis die Bebauung in der Umgebung abgeschlossen ist.“ Der Freistaat plane auf dem Postplatz den Bau eines Probebühnenzentrums für Semperoper und Staatstheater, gegenüber würden das „Haus am Postplatz“ und die Gebäude an der Wallstraße das architektonische Bild verändern. „Ich bin dafür, dass die Situation auf dem Postplatz nicht noch verschlimmert wird und wir uns Zeit lassen für dieses Vorhaben“, so Wirtz.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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