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Stadt präsentiert Abfallbilanz für 2013 und appelliert an die Dresdner, sorgsamer zu trennen

Stadt präsentiert Abfallbilanz für 2013 und appelliert an die Dresdner, sorgsamer zu trennen

Die Dresdner werden in Sachen Mülltrennung immer disziplinierter, schludern allerdings zunehmend bei der Entsorgung von Bioabfällen. Das ist ein Ergebnis der gestern veröffentlichten städtischen Abfallbilanz für 2013. Die DNN beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wie viel Müll entsorgten die Dresdner pro Kopf im vergangenen Jahr?

Im Schnitt 140 Kilogramm. Diese auf jeden einzelnen Einwohner heruntergerechnete Summe bezieht sich allerdings nur auf den Restabfall, der in den schwarzen Tonnen landet. Weiterhin wurden in ganz Dresden 19 300 Tonnen Altpapier und 11 610 Tonnen Glas weggeschmissen. Insgesamt fielen in den hiesigen Privathaushalten rund 173 000 Tonnen Müll an. Das sind knapp 2000 Tonnen mehr als 2012. Ursache ist nach Angaben der Stadt das anhaltende Bevölkerungswachstum.

Wie vorbildlich sind die Dresdner beim Mülltrennen?

Was die Wertstoffe wie Altpapier und Glas angeht, ist die Stadt zufrieden mit ihren Bürgern, denn die dafür abgestellten Container bzw. Tonnen werden von Jahr zu Jahr besser genutzt. Viel zu nachlässig sind die Dresdner jedoch beim Biomüll. So wurde festgestellt, dass der überwiegende Teil der in den Haushalten erzeugten Bioabfälle mittlerweile einfach im Restmüll landet. Gleichzeitig fliegen in die braunen Biotonnen immer mehr Dinge, die dort nicht hineingehören, etwa Plastikbeutel, Blechdosen, Tetrapacks und Windeln.

Liegt am Ende nicht ohnehin alles wieder auf einer Deponie?

Nein, so einfach ist die Sache nicht. Denn die Abfallbeseitigung einer großen Stadt ist ein komplexes Unterfangen. In Fällen wie beim Biomüll kann der Inhalt dieser schludrig bestückten Tonnen letztlich nur als Restabfall entsorgt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. "Insgesamt 1186 Tonnen Fremdstoffe mussten im Prozessablauf der Kompostierung aussortiert werden", erklärt der Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, Detlef Thiel. Deshalb appellierte er gestern an alle Dresdner: "Bitte trennen Sie ihre Bioabfälle. Werfen Sie keine Fremdstoffe in die Biotonne!"

Was passiert eigentlich mit dem Müll der Dresdner?

Die Restabfälle sämtlicher Haushalte werden in der Biologisch-Mechanischen Aufbereitungsanlage am Hammerweg nahezu vollständig verwertet. Als Endprodukt entsteht der Ersatzbrennstoff Trockenstabilat, der laut Stadtreinigung über einen doppelt so hohen Heizwert wie Rohbraunkohle verfügt. Dafür wird der Müll unter Nutzung des biogenen Materials einem Rotteprozess unterzogen.

Macht sich das letzte Junihochwasser in der Abfallbilanz bemerkbar?

Ja, sogar deutlich. Insgesamt mussten 5358 Tonnen Sperrmüll und Schwemmgut, 13 810 Tonnen Sand, 454 Tonnen Schlamm und 65 Tonnen Schadstoffe entsorgt werden. Die Beseitigung dieser Abfälle kostete laut Thiel rund 1,2 Millionen Euro. Das Hochwasser im August 2002 richtete aber deutlich größere Schäden an. Damals kämpften die Dresdner Müllentsorger mit fast 70 000 Tonnen Sperrmüll und Schwemmgut, jeweils 25 200 Tonnen Sandsäcken und Schlamm sowie 219 Tonnen Schadstoffen. Kostenpunkt um die sieben Millionen Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.06.2014

Christoph Stephan

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