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Stadt hat mehr als 80 Schulen geschlossen

Stadt hat mehr als 80 Schulen geschlossen

Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln: 86 Schulen hat die Stadt mangels Schülern in den vergangenen 20 Jahren geschlossen. Mit Blick auf den zu erwartenden Schüleransturm sucht Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes, nun wieder händeringend nach Schulgebäuden.

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Sollte ursprünglich für 500 000 Euro verkauft werden: die 79. Mittelschule an der Urnenstraße in Lockwitz. Die Entscheidung ist vertagt worden.

Quelle: Carola Fritzsche

Von Katrin Richter

Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln: 86 Schulen hat die Stadt mangels Schülern in den vergangenen 20 Jahren geschlossen. Mit Blick auf den zu erwartenden Schüleransturm sucht Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes, nun wieder händeringend nach Schulgebäuden. Die Grünen im Stadtrat fordern, keine weiteren Schulgebäude zu verkaufen. DNN beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Was ist aus den in den vergangenen 20 Jahren geschlossenen Schulen geworden?

Viele Gebäude werden von anderen Schularten nachgenutzt (siehe Tabelle). Beispielsweise hat das BSZ für Gesundheit und Sozialwesen seit einigen Jahren seinen Sitz in der ehemaligen 28. Grund- und Mittelschule an der Maxim-Gorki-Straße in Pieschen. Zuvor war das Gebäude saniert worden. Weitere Schulgebäude finden für Bauauslagerungen Verwendung. In das frühere Gorbitzer Johann-Andreas-Schubert-Gymnasium ziehen im Februar die Gymnasiasten aus dem Marie-Curie-Gymnasium, derweil ihre Schule saniert wird. Etwa jedes fünfte Schulgebäude nutzt eine Schule in freier Trägerschaft. Beispiel frühere 21. Grund- und Mittelschule Tiergartenstraße: Dort lernen die Schüler der BIP-Kreativitätsgrundschule.

Hat die Stadt in den zurückliegenden Jahren vorausschauend gehandelt?

Im Großen und Ganzen ja. Immerhin werden drei von vier Gebäuden weiterhin für schulische Zwecke verwendet. Nur ganz wenige Schulstandorte werden artfremd genutzt. Ein Beispiel ist die ehemalige 125. Grund- und Mittelschule auf der Südhöhe. Sie ist abgerissen worden. An ihrer Stelle entstand ein Einkaufsmarkt.

"Wir haben nicht genug Schulen und verkaufen leerstehende", kritisiert hingegen Stadträtin Gerit Thomas. Das sei nicht vermittelbar, auch nicht mit dem Argument, dass die Verkaufserlöse dem Schulverwaltungshaushalt zugute kämen. "Wenn die ehemalige 132. Grund- und Mittelschule für ganze 75 000 Euro verscherbelt wurde, ist der Einnahmenutzen denkbar gering", so Thomas. Bei dem Gebäude handle es sich zwar um einen Plattenbau, es sei aber gut erreichbar. Die Grünen fordern, keine weiteren Schulgebäude zu verkaufen.

Will die Stadt weitere Schulgebäude bzw. -grundstücke verkaufen?

"Seit etwa einem halben Jahr hat die Stadt den Verkauf von Schulstandorten eingestellt und nur ein Schulgrundstück angeboten, das definitiv für eine weitere Nutzung als Schule nicht geeignet ist", teilt Stadtsprecher Karl Schuricht auf DNN-Nachfrage mit. Aus nebenstehender Tabelle geht hervor, dass lediglich die einstige 74. Mittelschule an der Uthmannstraße zum Verkauf vorgesehen ist.

Was ist mit der ehemaligen 79. Mittelschule in Lockwitz?

Die Vorlage für den Verkauf der Schule sei zurückgezogen worden, bis die neuen Schülerprognosen in den Schulnetzplan-Entwurf eingearbeitet sind, teilt Amtsleiter Schmidtgen mit. Erst danach könne darüber befunden werden, ob es Bedarf für die Schule gibt. Nach Informationen der Grünen sollte das Gebäude für gerade mal 500 000 Euro verkauft werden.

Für welche Schulgebäude, die bereits anderweitig vermietet sind, meldet die Stadt Eigenbedarf an?

Nur für die beiden Etagen in der 65. Grundschule, die derzeit an die Christliche Schule Zschachwitz vermietet sind. So lange die Schule kein anderes Gebäude in Aussicht hat, würde ihr nicht gekündigt, teilt Schmidtgen mit.

Welche Grundstücke will die Stadt kaufen, um die wachsende Zahl an Schülern unterzubringen?

Hier gibt es eine ganze Reihe Optionen (DNN berichteten). Als Beispiel führt der Amtsleiter den ehemaligen Straßenbahnhof Tolkewitz an. "Wir wollen untersuchen, ob ein Umbau zur Schule möglich ist", so Schmidtgen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.01.2012

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