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Stadt Dresden will Hofewiese im vierten Quartal ausschreiben

Stadt Dresden will Hofewiese im vierten Quartal ausschreiben

Die Landeshauptstadt Dresden will die Hofewiese im vierten Quartal 2013 ausschreiben. Das teilte Stadtsprecher Karl Schuricht gestern auf Anfrage der DNN mit. Gegenwärtig werde die Ausschreibung des traditionsreichen Ausflugslokals in der Heide bei Langebrück vorbereitet.

"Mit einem Ergebnis der Ausschreibung ist aber erst 2014 zu rechnen", erklärte Schuricht. Es gebe bereits eine Vielzahl telefonischer Anfragen. "Inwiefern diese dann in konkreten Geboten münden werden, kann heute noch nicht beurteilt werden", so der Stadtsprecher. Aussagen zu beabsichtigten Nutzungen und geplanten Baumaßnahmen würden noch nicht vorliegen. "Da die Ausschreibung noch nicht läuft, ist es dafür noch zu früh", so Schuricht.

Die Hofewiese befindet sich seit 2011 wieder im Besitz der Landeshauptstadt. 2006 hatte die Stadt trotz im Vorfeld geäußerter Bedenken den einst beliebten Landgasthof an den bayrischen Unternehmer Georg Kirchberger verkauft. Der Investor sollte auf dem Grundstück einen Gastronomiebetrieb etablieren, doch das geschah nicht. Stattdessen vermietete Kirchberger das Objekt an den Verein "Erster Sachsenbund" weiter, der die Anlage nach Auffassung der Stadt weiter verkommen ließ. Dem widerspricht der Vereinsvorstand vehement.

Die Stadt reichte eine Räumungsklage gegen den Sachsenbund ein und war in zwei Instanzen erfolgreich (DNN berichteten). Bei den Urteilen spielte weniger der Zustand der Hofewiese eine Rolle als vielmehr Verstöße des bayrischen Investors gegen den Kaufvertrag. Im März fand die Zwangsräumung des Grundstückes statt, seitdem wurde es beräumt und gesichert. Laut Schuricht sind die Arbeiten nun abgeschlossen. Um ein ähnliches Desaster wie bei Kirchberg zu verhindern, fordert der Langebrücker Ortsbeirat, dass die Hofewiese offen und ohne Nutzungskonzept ausgeschrieben wird.

Die Hofewiese wurde 1547 erstmals urkundlich erwähnt. 1804 erwarb sie der sächsische Kabinettsminister Graf Camillo Marcolini. 1828 kaufte der sächsische König die Hofewiese zurück. Das Haus erhielt 1877 die Schankkonzession. Bald entwickelte es sich zum beliebten Rastplatz für Heidewanderer. Ende der 1980er Jahre musste die Gaststätte schließen. 1993 wurde die Hofewiese wiedereröffnet, aber bereits 2000 erneut geschlossen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.09.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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