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Stadt Dresden pflanzt im Herbst 571 Bäume

Stadt Dresden pflanzt im Herbst 571 Bäume

Oktober ist seit 2008 der "Tag der Alleen". Ausgerufen hat ihn ein Bündnis aus dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Alleenschutzgemeinschaft (ASG), der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße.

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60 Platanen machen die Hauptstraße am Goldenen Reiter zu einer grünen Flaniermeile.

Quelle: Samuel Herzog

Der 20. 20.000 Kilometer Alleen gibt es deutschlandweit. Die 2900 Kilometer lange Deutsche Alleenstraße führt auch durch Moritzburg und Dresden. Wie sehr den Dresdnern die Straßenbäume - also auch die Alleen - am Herzen liegen, sieht man an vielen Beispielen: u.a. am Kampf der Grünen um die Nachpflanzungen auf der Allee Bautzner Straße und kritischen Anwohnernachfragen, wenn irgendwo Bäume gefällt werden. DNN sprachen mit Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, über Dresdens schönste und längste Alleen und bevorstehende Baumpflanzaktionen.

Frage: Wo befinden sich Dresdens schönste bzw. wertvollste Alleen, betrachtet man die Vollständigkeit der Bepflanzung, Art und Alter der Bäume oder auch die Länge der Allee?

Detlef Thiel: In Dresden gehört die Pieschener Allee zu den ältesten Alleen. Ihre Entstehung geht auf den Beginn des 18. Jahrhunderts zurück. Auf einer Länge von zwei Kilometern stehen heute im städtischen Abschnitt 370 und im Abschnitt des Freistaates Sachsen 476 Linden.

Im 19. Jahrhundert wurde damit begonnen, auf der Hauptstraße auf einer Länge von einem halben Kilometer Platanen zu pflanzen. Heute findet man auf dem Boulevard - durch Nachpflanzungen von 1925 und 1975 - insgesamt 60 Bäume.

1971 entstand mit der Pflanzung von Linden auf der Münchner Straße eine fast ein Kilometer lange Allee, auf welcher man auf einem Fußweg unter 157 Bäumen flanieren kann.

In jüngster Zeit wurde mit großen Aufwand auf einer Länge von zwei Kilometern die Stübelallee rekonstruiert. Mit 561 Linden und 272 Eichen stehen dort also 843 Bäume. Ebenfalls größere Nachpflanzungen erfolgten entlang der Lohmener Straße. Seit 1997 wurden 342 Kastanien gepflanzt.

Wann werden wieder Reinigungskräfte in die Spur geschickt, um die nach Buttersäure stinkenden Ginkgofrüchte an der Gingkoallee Hans-Sachs-Straße zu entfernen? Wie viel Geld muss alljährlich dafür aufgewendet werden?

Um die Früchte der Ginkgobäume erfolgreich und baumschonend abernten zu können, ist eine Frostperiode erforderlich. Die Ginkgos entlang der Hans-Sachs-Straße werden daher voraussichtlich nach dem ersten stärkeren Frost abgeerntet. Der Regiebetrieb Zentrale Technische Dienste vergibt diese Arbeiten in Eigenleistung und verrechnet sie intern, so dass dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft keine direkten Kosten entstehen.

Meines Wissens sind dieses Jahr und 2014 je 400 000 Euro für das Pflanzen von Bäumen im Haushalt eingestellt. Wann und wo sind wieder größere Baumpflanzmaßnahmen in Sicht?

Im Herbst 2013 werden insgesamt 571 Straßenbäume gepflanzt. Geplant ist in erster Linie, Straßenbaumreihen zu ergänzen. Vorrangig geschieht dies auf der Fritz-Reuter-Straße mit 12 Ulmen, auf der Steinbacher Straße mit 13 Papierbirken, auf der Kaitzer Straße mit 39 Chinesischen Wildbirnen und entlang der Winterbergstraße mit 15 Sommerlinden. Ab Montag, dem 21. Oktober, steht die Fällung von 16 altersschwachen Bäumen auf dem südlichen Gehweg der Zittauer Straße in der Neustadt an, um dort die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Doch im November und Dezember ist auf der Zittauer Straße die Pflanzung von 24 kleinkronigen Winterlinden geplant. Des Weiteren kommen an der Bautzner Straße zwischen Radeberger und Waldschlösschenstraße 30 Kastanien in die Erde. Die Landestalsperrenverwaltung pflanzt zudem derzeit 88 Rotblühende Roßkastanien am Emerich-Ambros-Ufer.

Wie viele Straßenbäume gibt es aktuell in wie vielen Arten und Sorten?

Laut Stand vom 1. Januar 2013 gibt es in Dresden insgesamt 51 267 Straßenbäume in 120 verschiedenen Arten. Hauptanteil nehmen Linden, Ahorne und Eichen ein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.10.2013

Catrin Steinbach

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