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Stadt Dresden: Laubegaster Werft bleibt vorerst eine Werft

Stadt Dresden: Laubegaster Werft bleibt vorerst eine Werft

Nur noch etwas mehr als eine Arbeitswoche bleibt Zeit, um die Werft in Laubegast zu retten. Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko hat die Hoffnung auf den Zuschlag eines Interessenten noch nicht aufgegeben.

Auch Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) glaubt immer noch an die Rettung des Unternehmens in Laubegast. "Wir als Stadt haben natürlich ein Interesse, dass der Werftstandort erhalten bleibt", sagte Hilbert.

Danko zufolge haben mehrfach auch Interessenten angeklopft, die auf dem Wassergrundstück keine Werft mehr betreiben wollen, sondern sich dort schicke Wohnungen vorstellen. Aus diesem Blickwinkel sei die Fläche zwischen der Österreicher Straße und der Elbe ausgesprochen lukrativ. Die Spanne von der dabei inoffiziell die Rede ist, reicht von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro.

Solchen hochfliegenden Einnahmeplänen erteilt jetzt die Stadtverwaltung einen Dämpfer. "Die Anforderungen bei der Bewertung von Altlasten sind bei Wohnbebauung viel höher als aktuell in einer Gewerbebetrachtung", bremst Hilbert die Gewinnerwartungen aus dem Grundstücksverkauf. Die Kosten für die Altlastenbeseitigung könnten sehr schnell einen siebenstelligen Betrag ausmachen. Außerdem sei die Hochwasserlinie sehr nah und zwei Gebäude sowie weitere Anlagen der Werft stünden unter Denkmalschutz. "Alle diese Aspekte haben sowohl die Verwaltung als auch die politischen Gremien motiviert, die Flächen im Flächennutzungsplan bisher als ´Sondergebiet Werft´ und zukünftig als Gewerbefläche auszuweisen und damit ausschließlich einer gewerblichen Nutzung zuzuführen." In der Lesart der Stadtverwaltung heißt das: Schicke Stadtwohnungen oder gar -villen sind dort derzeit nicht denkbar. Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko wird in aus diesen Bemerkungen aus dem Rathaus allerdings nicht schlussfolgern, dass es unmöglich ist, den Standort in eine teure Wohnadresse umzuwandeln. Schließlich ist zwar von hohen Kosten für die Altlastenbeseitigung, die Nähe der Hochwasserlinie und denkmalgeschützten Gebäuden die Rede. Andererseits: Auch an anderen belasteten und hochwassergefährdeten Standorten sollen in Dresden schicke Wohnungen entstehen. Ein Beispiel dafür ist die am Neustädter Elbehafen geplante Hafencity. Das letzte Wort in Sachen Werft ist also auch die Anmerkung aus dem Rathaus noch lange nicht. Es soll aber bis Ende März gesprochen werden. Denn danach gibt es laut Danko keine weiteren Arbeitsaufträge für die etwa 20 Werftmitarbeiter. Dann muss entweder ein neuer Investor eingestiegen sein oder das Traditionsunternehmen macht dicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.03.2013

Springer, Christoph

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