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Stabile Mehrheit für städtische Wohnungsbaugesellschaft

DNN-Barometer Stabile Mehrheit für städtische Wohnungsbaugesellschaft

Die Dresdner sprechen sich eindeutig für eine neue städtische Woba aus. In der Politik wird dagegen weiter heftig diskutiert.

Quelle: dpa

Dresden. Die Dresdner sprechen sich eindeutig für eine neue städtische Woba aus. In der Politik wird dagegen weiter heftig diskutiert. OB Hilbert und seine FDP sind ohnehin grundsätzlich dagegen, die CDU versucht gerade, sich dem wieder anzunähern. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit dürfte sich über das neueste Umfrageergebnis freuen. Nach dem aktuellen DNN-Barometer sprechen sich 60 Prozent der Dresdner für die Neugründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft aus. Das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden hatte dafür im Auftrag der DNN im August 512 repräsentativ ausgewählte Dresdner befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: 60 Prozent sind für eine Neugründung. Im August 2014 waren es mit 63 Prozent unwesentlich mehr. Schon damals haben sich 22 Prozent dagegen ausgesprochen. Während vor einem Jahr 15 Prozent sich nicht festlegen wollten, waren es dieses Mal 18 Prozent.

Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit hält die Gründung einer neuen Woba für notwendig, um in Dresden für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. Sie betrachtet den Verkauf der kommunalen Wohnungsgesellschaft als Fehler. Damit hatte die Stadt sich 2006 von allen Schulden befreit. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) lehnt eine Neugründung dagegen ab. Er setzt auf die Förderung des privaten Wohnungsbaus, eine Erhöhung der Eigentumsquote, die derzeit unter 20 Prozent in Dresden liegt, und die Aktivierung von Wohnraum aus dem gegenwärtigen Leerstand. Die FDP weiß er dabei hinter sich.

Während im OB-Wahlkampf die CDU mit ihrem Kandidaten, Innenminister Markus Ulbig, noch mit einem überraschenden Vorschlag für eine Woba-Gründung auf Stimmenfang gegangen war, versuchen die Christdemokraten inzwischen den Ausstieg aus diesem Kurswechsel. Im Ausschuss für Soziales und Wohnen zog die Fraktion gestern ihren eigenen Antrag zurück, in dem die Stadtverwaltung noch aufgefordert werden sollte, einen Vorschlag für eine städtische Wohnungsbaugesellschaft zu machen. Den Vorschlag von OB Hilbert vertagte der Ausschuss einhellig.

Beide Initiativen müssten gemeinsam weiter beraten werden, sagte Peter Krüger (CDU) zur Begründung. Auch in seiner Fraktion werde noch über die Haltung zur Woba diskutiert. „Ich gehe aber davon aus, dass es in der CDU keine Mehrheit dafür geben wird“, fügte er gestern hinzu. Das Konzept der Stadt setze die richtigen Schwerpunkte. Eine städtische Woba könne gar nicht mit soviel Geld ausgestattet werden, wie nötig wäre, um auf dem Wohnungsmarkt wirklich Wirkung zu erzielen. An dieser Haltung ändere auch der große Wohnungsbedarf durch den Zustrom an Asylbewerbern nichts. Diese Herausforderung könne ohne städtische Woba bewältigt werden. „Es wird schwierig, aber nicht besorgniserregend“, sagte Krüger.

Nur 18 Prozent der Befragten haben in letzter Zeit eine neue Wohnung gesucht. Von diesem kleinen Teil sahen laut Barometer 79 Prozent den Preis als größtes Problem an. Insgesamt glauben 54 Prozent der Einwohner, dass Dresden mit seinen Mieten im Durchschnitt der deutschen Großstädte liege.

Ingolf Pleil

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