Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Staatsschauspielhaus Dresden wird rundum erneuert

Sanierung für zehn Millionen Euro Staatsschauspielhaus Dresden wird rundum erneuert

Die „Sommerpause“ des Staatsschauspielhauses wird in diesem Jahr länger als gewöhnlich dauern. Das Theater bleibt vom 13. Juni bis zum 16. Oktober insgesamt 18 Wochen geschlossen – für zehn Millionen Euro wird saniert.

Sowohl Zuschauersaal als auch Bühnentechnik werden komplett erneuert. Das kostet den Freistaat etwa zehn Millionen Euro.
 

Quelle: sbu

Dresden.  Die „Sommerpause“ des Staatsschauspielhauses wird in diesem Jahr länger als gewöhnlich dauern. Da Intendant Wilfried Schulz nach der aktuellen Saison die Dresdner Bühnen in Richtung Düsseldorf verlassen wird, entschied sich der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), die künstlerische Lücke zu nutzen, um umfangreiche und ausführliche Sanierungsmaßnahmen am 1913 erbauten Theaterhaus in der Nähe des Postplatzes durchzuführen. Das Theater bleibt deshalb vom 13. Juni bis zum 16. Oktober geschlossen – insgesamt 18 Wochen.

Obwohl das Staatsspielhaus zwischen 1993 und 1995 umfassend Instand gesetzt wurde, ist die Technik trotzdem weitestgehend veraltet. „Die Seilzüge am Bühnenrand sind teilweise noch von 1948“, erklärt Roland Oertel, Leiter der technischen Dienste im Schauspielhaus. Doch nicht nur die Technik bedarf einer Erneuerung. Insgesamt nimmt der Freistaat zehn Millionen Euro in die Hand, um das gesamte Innere des Theaterhauses auf Vordermann zu bringen – der Fußboden sowie der Deckenhimmel im Zuschauersaal, Zuschauersitze, Podium, Sanitäranlagen, Brandschutzanlage, Lüftung und die gesamte Bühnenanlage werden grundhaft erneuert.

Allein in den Bühnenbereich investiert das SIB rund 5,7 Millionen Euro, wie Niederlassungsleiter Ludwig Coulin verrät. „Es wird eine neue Obermaschine und ein Schnürboden eingebaut.“ Ein Schnürboden ist eine Zwischendecke oberhalb der Bühne – im Staatsspielhaus wird sie mit einer Fläche von 22 mal 12 Metern etwa in 26 Metern Höhe hängen. Auf den Schnürboden wird eine nagelneue Seilzuganlage installiert, die mit 12 individuellen und variablen Rollen jeweils bis zu 500 Kilogramm Last punktgenau steuern kann.

Das bringt schon jetzt die Augen von Roland Oertel zum Glänzen. „Das ist ein absolutes Highlight. Ab Oktober wird gezaubert. Das was die Zuschauer dann sehen werden, gibt es nicht einmal im Fernsehen“, verspricht der Leiter der technischen Dienste. Und sehen können es die Zuschauer in Zukunft auch von rundum erneuerten Sitzen. Bereits am Montag werden sie abgebaut und zu einer Spezialfirma transportiert. „Sie werden größer, ergonomischer, bequemer und bekommen höhere Armlehnen“, erzählt Ludwig Coulin vom SIB. Zukünftig werden die 794 Sitze dann auch einzeln ausbaubar sein, nicht wie aktuell nur in einer ganzen Reihe.

Der Parkettbelag auf dem Fußboden wird ebenfalls komplett erneuert. Um den vergilbten und fleckigen Dachhimmel zu sanieren, wird ein Restaurator den Pinsel schwingen. Die Toilettenanlagen werden ebenfalls vollumfänglich umgestaltet. „Herren. und Damentoiletten werden getauscht, da die Grundfläche bei den Herren jetzt größer ist. Mit der Maßnahme werden wir sowohl platztechnisch als auch qualitativ den Gästen endlich zeitgemäße sanitäre Nutzung garantieren können“, so Coulin.

Das Restaurant William, was sich unmittelbar im Obergeschoss des Staatsschauspielhauses befindet, wird in der regulären Sommerschließzeit vom 13. Juni bis zum 12. Juli ebenfalls geschlossen sein. Für die reguläre Öffnungszeit ab Juli wird im Treppenhaus ein Wanddurchbruch vorgenommen und als neuer Eingang benutzt, damit die Bauarbeiten einen regulären Betrieb nicht behindern.

Insgesamt sind rund 30 Firmen, größtenteils aus der Region, am Sanierungsvorhaben beteiligt. „Nach Abschluss der Arbeiten wird alles wie vorher aussehen, der Zuschauer wird optisch nicht viel sehen, doch die Verbesserungen spürbar merken“, ergänzt Coulin. Er hofft zudem, dass die Baumaßnahmen pünktlich bis zum 18. Oktober abgeschlossen sein werden, damit der neue Intendant, Joachim Klement, ohne Verzug in die neue Saison starten kann. Die Interimsspielstätte des Staatsspielhaus befindet sich ab August im Palais im Großen Garten.

Von Sebastian Burkhardt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.