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Sportbundpräsident Kluger erwartet höhere Förderung für Vereine in Dresden

Haushalt Sportbundpräsident Kluger erwartet höhere Förderung für Vereine in Dresden

Der Präsident des Stadtsportbundes erwartet eine stärkere finanzielle Unterstützung für die Vereine in Dresden. „Das sind keine Luftschlösser“, sagte Lars-Detlef Kluger gegenüber DNN. Die wichtigsten Themen seien derzeit der nächste Haushalt 2017/18, die neue Sportförderrichtlinie der Stadt und die offenen Fragen um Spielstätten für bestimmte Leistungssportteams.

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Am Netz geht es in der Halle auf der Bodenbacher Straße längst meisterlich zu. Die Spielstätte selbst hat da Nachholbedarf.

Quelle: Archiv

Dresden. Der Präsident des Stadtsportbundes erwartet eine stärkere finanzielle Unterstützung für die Vereine in Dresden. „Das sind keine Luftschlösser“, sagte Lars-Detlef Kluger im Gespräch mit den DNN. Für den Verbandschef sind dabei drei Komplexe am wichtigsten - der gerade diskutierte Haushalt für 2017/18, die neue Sportförderrichtlinie der Stadt und die noch offenen Fragen um die Spielstätten für einige Leistungssportteams.

Sportbundpräsident Lars-Detlef Kluger macht sich für die Förderung des Sports an der Spitze und in der Breite stark

Sportbundpräsident Lars-Detlef Kluger macht sich für die Förderung des Sports an der Spitze und in der Breite stark

Quelle: Flechtner/Archiv

Seit 2009 sei die Förderung für den Dresdner Sport praktisch unverändert. Sie habe damals durchschnittliche bei 33 Euro pro Vereinsmitglied gelegen. Natürlich sei seither viel erreicht worden. Inzwischen habe sich die Zahl der Mitglieder aber deutlich erhöht und der Sport liege mittlerweile nur noch bei einem Betrag von etwa 25 Euro pro Mitglied, rechnet Kluger vor, der seit Anfang des Jahres an der Spitze des Stadtverbandes steht. Künftig sei daher ein jährlicher Betrag von 3,5 Millionen Euro im Haushalt der Stadt notwendig, um das frühere Niveau der Förderung wieder zu erreichen. Gegenwärtig stünden rund 2,4 Millionen Euro für die sogenannten konsumtiven Ausgaben, also Gelder für den laufenden Betrieb, im Haushalt der Stadt. Für den investiven Bereich hält Kluger etwa vier Millionen Euro pro Jahr für notwendig, gegenwärtig sei es etwa eine Million. „Dabei geht es uns nicht um Luftschlösser“, betonte der Sportfunktionär, der zwischen 1999 und 2014 für die CDU im Stadtrat saß und Leiter des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft „Franz-Ludwig Gehe“ ist. Das Geld sei allein schon für die Projekte notwendig, die sich die Stadt selbst vorgenommen habe: Sanierung des Steyer-Stadions, Kunstrasenplätze, Bootshäuser und anderes). Dafür müssten bis 2020 jährlich vier Millionen Euro eingesetzt werden. Das Dynamo-Trainingsgelände, für das die Stadt einen eigenen Anteil von vier bis fünf Millionen Euro kalkuliere, sei da noch gar nicht dabei. Auch eine verbesserte Spielstätte für den deutschen Volleyball-Meister, die DSC-Damen, sei noch nicht berücksichtigt. Natürlich komme es gut an, wenn die alten Hartplätze in Kunstrasenanlagen umgewandelt würden. „Das kann aber nicht alles sein“, sagte Kluger. Auch die Titans bräuchten eine Lagermöglichkeit für den in ihrer Spielklasse geforderten Hallenboden. Bislang muss das Basketballteam, den Belag vor jedem Spiel mit einem Lkw an der Bodenbacher Straße anliefern lassen.

Kluger verwies zudem darauf, dass die Entschädigungen für Übungsleiter in der Stadt derzeit unter den Beträgen des Landes liegen. „Hier ist eine Anhebung notwendig“, sagte Kluger. Ohnehin gehe es nur um Beträge im unteren dreistelligen Bereich pro Jahr. Der Präsident des Stadtsportbundes, der mittlerweile rund 98000 Mitglieder habe, setzt dabei seine Hoffnungen in die neue Sportförderrichtlinie der Stadt, die nach bisherigen Plänen Anfangen 2017 in Kraft treten soll. Kluger wünscht sich darin auch eine Unterstützung für erfolgreiche Leistungssportler, damit diese der Stadt nicht den Rücken kehren, wie dies in der Vergangenheit bereits geschehen sei. „Andere Städte sind da besser aufgestellt“, sagte Kluger. Der städtische Sportbund habe deshalb den Olympiakandidaten aus Dresden zumindest ein symbolisches Stipendium zukommen lassen. „Wir brauchen die Leuchttürme, damit wir die Vorbilder haben“, ist für Kluger klar. Davon würden dann auch die kleinen Verbände als Basis profitieren. Nur so funktioniere die Pyramide im Sportbereich.

Dafür seien allerdings auch die angemessenen Spielstätten für den Leistungssportbereich notwendig. Im Eis und im Fußball seien die Bedingungen inzwischen hervorragend.

Die Titans jedoch bräuchten zumindest Lagerflächen, bei den Volleyballerinnen gehe es auch um das Umfeld in der Halle, einen Physio- und Saunabereich oder die VIP-Zone, für die mehr Karten verkauft werden könnten.

Der Sportbund, der seinen Sitz ebenfalls in der Halle an der Bodenbacher Straße hat, verfügt beispielsweise nicht einmal über einen ordentlichen Schulungsraum. Dabei sei die Betreuungsqualität für die derzeit 380 Sportvereine im Stadtgebiet in den letzten 20 Jahren deutlich gewachsen. „Wir stehen vor der Frage, ob wir stolz sind auf das Erreichte und die Entwicklung fort setzen, oder ob wir einen Rückschritt machen“, bringt Kluger seine Erwartungen an die Stadtpolitik auf den Punkt.

Von Ingolf Pleil

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