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Spitzenforscher in der Dresdner Johannstadt hoffen auf Baustart für neues Zentrum im Herbst

Spitzenforscher in der Dresdner Johannstadt hoffen auf Baustart für neues Zentrum im Herbst

"Wir sind sehr froh, dass sich endlich eine Lösung abzeichnet", sagte gestern Florian Frisch, Sprecher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik.

"Wir hoffen auf den ersten Spatenstich im Herbst." Das Institut will sich erweitern und rund 40 Millionen Euro in einen Anbau investieren. Problem: Das Forschungsgebäude soll auf dem Parkplatz des Instituts an der Pfotenhauerstraße errichtet werden. Und für die wegfallenden Parkplätze gab es bislang keinen Ersatz. Was in der ohnehin nicht mit Parkplätzen gesegneten Johannstadt nicht geht.

Ersatz musste her und wurde lange gesucht. Jetzt hat die Stadtverwaltung dem Bauausschuss des Stadtrats eine Vorlage zugestellt, die der Schlüssel zur Lösung des Problems ist. Auf Flächen an der gegenwärtig nicht genutzten Gleisschleife der Verkehrsbetriebe an der Pfotenhauerstraße soll ein Parkhaus gebaut werden. Da es sich bei diesem Gebiet planungsrechtlich um einen Außenbereich handelt, muss ein Bebauungsplan dafür aufgestellt werden.

Ziel des Planes ist es laut der Vorlage, die Parkplatzsituation sowohl für das Max-Planck-Institut als auch für das Universitätsklinikum zu verbessern. Da es sich bei beiden Einrichtungen um Institutionen handelt, für die der Freistaat zuständig ist, wird nicht die Stadt das Parkhaus errichten, sondern der Staatsbetrieb Immobilien und Baumanagement (SIB). Gleichzeitig soll der Bebauungsplan Verkehrsflächen für den Öffentlichen Personennahverkehr sichern, denn mit der geplanten Straßenbahnverbindung zwischen Plauen und der Johannstadt ist eine Wiederinbetriebnahme der Gleisschleife vorgesehen.

Der Bauausschuss wird auf einer seiner nächsten Sitzungen über den Bebauungsplan entscheiden. Das dürfte nicht ohne Diskussion passieren. Die Stadt hatte im Vorfeld mehrere Standorte untersucht, das Problem bei dem jetzt vorgeschlagenen: Es befinden sich Kleingärten in dem fraglichen Gebiet, die von einem Parkhaus-Bau mindestens beeinträchtigt werden. Deshalb wird sich auch der Kleingarten-Beirat des Stadtrates mit dem Bebauungsplan befassen. Auch der Ortsbeirat Altstadt wird sich in der nächsten Woche eine Meinung zu dem Vorschlag bilden.

Für Frisch ist es wichtig, dass die Parkplatzsituation in der Johannstadt verbessert wird. Anwohner der Pfotenhauerstraße müssten teilweise bis zum Schillerplatz fahren, um einen Parkplatz zu finden. "Es gab viele Ideen, das Problem zu lösen. Aber es hat sich wenig bewegt. Wir hoffen, dass jetzt etwas passiert."

In dem Anbau soll das neue Zentrum für Systembiologie der Max-Planck-Gesellschaft entstehen. Nach Angaben der Institutsleitung entstehen bis zu 150 neue Arbeitsplätze vor allem für Computerwissenschaftler und Theoretiker. Das Institut hofft, dass der Neubau im Frühjahr 2016 bezogen werden kann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.02.2014

Baumann-Hartwig, Thomas

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