Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Google+
Spiel mit der Sorge - Polizei warnt Senioren vor "Schockanrufen"

Spiel mit der Sorge - Polizei warnt Senioren vor "Schockanrufen"

Falsches Spiel: Die Sorge um Verwandte haben Betrüger, die sich am Telefon als Rechtsanwälte ausgaben, am Wochenende abermals erfolgreich ausgenutzt. Insgesamt erbeuteten die Betrüger in Dresden mittlerweile 19 000 Euro von russischen und kasachischen Senioren, die Angehörige aus einer Notlage befreien wollten.

Dabei folgten die Anrufer immer dem gleichen Muster: Sie gaben sich in russischer Sprache als Rechtsanwälte aus. Auf emotionale Art und Weise teilten sie den angerufenen Personen mit, dass ein Verwandter oder eine nahestehende Person in Verkehrsunfälle verwickelt wurden. Dabei seien Dritte schwer verletzt worden. Zur Regulierung von angeblich drohenden Strafzahlungen und zivilrechtlichen Ansprüchen forderten die Anrufer von den verunsicherten Senioren jeweils bis zu 15 000 Euro. Drei der älteren Senioren, die am Wochenende angerufen wurden, durchschauten die betrügerische Absicht der Täter. Am Freitag allerdings übergaben eine 60-Jährige und ein 82-Jähriger jeweils 5 000 Euro an eine Person, die sich ebenfalls als Rechtsanwalt ausgab. Erst später erkannten die Rentner, dass ihnen am Telefon eine erfundene Geschichte erzählt worden ist.

Erst in der vergangenen Woche waren zwei Dresdner Senioren mit den sogenannten Schockanrufen um insgesamt 9 000 Euro betrogen worden. "Die Art und Weise dieses Betruges ist nicht neu und an den bekannten Enkel-Trick angelehnt", sagte Norbert Schilling, Sprecher der Polizei Dresden. Unklar sei, woher die Betrüger die Telefonnummern der russischsprachigen Senioren bekommen. Es sei vorstellbar, dass sie wie bei dem Enkel-Trick von der Art der Namen auf Alter und Herkunft deuten. Laut Polizei handle es sich um eine Welle von Anrufern, die noch nicht zu Ende ist. Deswegen ruft die Dresdner Polizei insbesondere Senioren zu verstärkter Wachsamkeit auf. Sie appelliert an alle Personen, niemals Geld an Fremde zu übergeben. Senioren, die unter dem Vorwand eines Unfalls angerufen werden, sollten sich immer bei den Verwandten selbst versichern, ob ihnen wirklich etwas zugestoßen ist. Die Polizei empfiehlt immer, eine Vertrauenperson hinzuzuziehen oder bei den Beamten selbst um Hilfe zu fragen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2012

kt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.