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Spekulationen um Zdarsa-Wechsel ins Bistum Dresden

Spekulationen um Zdarsa-Wechsel ins Bistum Dresden

Gesucht wird: Ein neuer Bischof für das Bistum Dresden-Meißen. Nach dem Abschied des beliebten Oberhirten Joachim Reinelt Ende Februar ist der Bischofsstuhl in Dresden vakant.

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Konrad Zdarsa

Dresden/Augsburg . Dresden/Augsburg (DNN/maj). Gesucht wird: Ein neuer Bischof für das Bistum Dresden-Meißen. Nach dem Abschied des beliebten Oberhirten Joachim Reinelt Ende Februar ist der Bischofsstuhl in Dresden vakant. Nun gibt es vage Hinweise, dass ein Altbekannter nach Dresden zurückkehren könnte: Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa wird als Name gehandelt. Der 68-Jährige Zdarsa hat in Sachsen Spuren hinterlassen und kennt die Verhältnisse: Zunächst war er in Dresden Generalvikar, von 2007 bis 2010 dann Bischof von Görlitz, bevor er nach Augsburg wechselte und den umstrittenen Walter Mixa ablöste.

Der Sprecher des Bistums Augsburg, Markus Kremser, äußert sich im Donaukurier nur knapp: "Das sind Spekulationen, an denen ich mich nicht beteilige." Ernennungen von Bischöfen seien "stets Sache des heiligen Vaters". In Kirchenkreisen heißt es, dass Zdarsa "Reinelts Lieblingsnachfolger" gewesen wäre.

Was allerdings gegen eine solche Berufung spricht: Der Vatikan würde den Eindruck erwecken, als wäre Zdarsa eine Fehlbesetzung für Augsburg gewesen. Nach knapp zwei Jahren wechsle kein Bischof die Diözese. Ohne "Beschädigung" würde Zdarsa das nicht überstehen. Wo kommt das Gerücht dann her? Es könnte auch lanciert sein, um einen möglichen Kandidaten für die Reinelt-Nachfolge zu "verbrennen", sagt ein Insider. Er könne sich nur ein Gedankenspiel vorstellen, in dem der Wechsel möglich wäre: "Wenn es den Fall Mixa nicht gegeben hätte. Dann wäre Zdarsa noch in Görlitz und tatsächlich ein Kandidat für Dresden." Doch es gab die Causa Mixa, bei der der Bischof wegen Prügelvorwürfen sein Amt verlor. Und Zdarsa wurde dessen Nachfolger.

In Augsburg traf der Sachse allerdings auf ein tief gespaltenes Bistum. Als er Ende Januar 2012 dann eine Reform anschob, trat er eine Welle der Empörung los. In vielen Gemeinden ist die Stimmung noch sehr aufgewühlt. Und die Kritik am Bischof reißt nicht ab. Deshalb hat Diözesanratsvorsitzender Helmut Mangold den Eindruck, dass sich Zdarsa in Augsburg "nicht so ganz wohl fühlt". Kirchenvertreter glauben deshalb, dass Zdarsa einem Wechsel nach Dresden nicht abgeneigt wäre. In Sachsen fühle er sich "mental und geistig eher zu Hause".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.06.2012

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