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Sparkassen-Mitarbeiter aus Halle demonstrieren in Dresden für mehr Lohn

Sparkassen-Mitarbeiter aus Halle demonstrieren in Dresden für mehr Lohn

Rund 100 Callcenter-Mitarbeiter des Sparkassen-Dienstleisters S-Direct aus Halle haben am Donnerstagvormittag in Dresden demonstriert. Vor der Zentrale am Güntzplatz machten sie etwa einer Viertelstunde lang lautstark auf ihren aktuellen Arbeitskampf aufmerksam.

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Callcenter-Mitarbeiter der Sparkasse aus Halle haben am Donnerstag in Dresden protestiert.

Quelle: Stephan Lohse

Das S-Direct-Callcenter ist ein Dienstleister für 430 Sparkassen in ganz Deutschland, unter anderem auch für die Ostsächsische Sparkasse Dresden (OSD), erläutert Iris Kießler-Müller, die Vorsitzende der Verdi-Betriebsgruppe bei S-Direct. Die Streikenden seien aktuell auf Tour, um vor jeder Filiale, für die das Hallenser Callcenter zuständig ist, auf die Forderungen aufmerksam zu machen.

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In Dresden haben heute rund 100 Mitarbeiter des Sparkassen-Callcenters aus Halle für höhere Löhne protestiert.

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Er habe Respekt vor den Streikenden, äußerte sich Steffen Wenig, der Personalratsvorsitzende der Dresdner Sparkasse. Die Aktion sei eine „super Sache“, sagte er. Direkt unterstützen könne Dresden die Aktion aber nicht. Denn die OSD und S-Direct sind unterschiedliche Firmen unter dem Dach der Sparkassen-Gruppe. Neben den Service-Diensten für die Sparkasse telefonieren die Mitarbeiter bei S-Direct unter anderem auch für Marktforschungs-Institute.

Die Callcenter-Mitarbeiter befinden sich seit etwa sechs Wochen im unbefristeten Streik, informierte Iris Kießler-Müller. Aktuell erhalten die Mitarbeiter bei einer 40-Stunden-Woche lediglich einen Stundenlohn von 7,38 Euro. Das reiche vorne und hinten nicht, vor allem da viele Mitarbeiterinnen nur 25 oder 30 Stunden arbeiten dürften. Viele müssten zusätzlich zum Gehalt Hartz IV beantragen, zudem drohe den Angestellten später die Altersarmut, erklärt sie. Verdi fordere daher einen Stundenlohn von 8,50 Euro, perspektivisch von 9 Euro. So ein schlechter Lohn passe einfach nicht zur Sparkasse, appellierte Tilo Kießling, der Vorsitzende der Dresdner Linken, der persönlich vor Ort war. Ein Unternehmen, das auf sein soziales Engagement viel Wert lege, könne seine Mitarbeiter nicht mit einem Hungerlohn abspeisen.

Wie lange der Streik in Halle noch geht, ist unklar. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. August geplant.

sl

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