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Sparkasse Dresden: "Eine Woba würden wir, wenn's passt, in der Finanzierung gern begleiten"

Sparkasse Dresden: "Eine Woba würden wir, wenn's passt, in der Finanzierung gern begleiten"

Gewinn geht auch in Null-Zins-Zeiten. Die Ostsächsische Sparkasse Dresden (OSD) belegt das wieder einmal mit Nachdruck und erfreut ihre Gesellschafter fürs zurückliegende Geschäftsjahr mit einem Bilanzgewinn von 13,63 Millionen Euro.

Und die Kommunen mit 15,2 Millionen Euro an Steuern, wovon die Hälfte direkt dort ankommt, ein Großteil der anderen Hälfte über das Bundessäckel zurückfließt.

600000 sicherheitsbewusste Kunden

Insgesamt hat das Geldhaus in diesen zwölf Monaten Transaktionen im Volumen von fast 11,9 Milliarden Euro abgewickelt. Dass dabei trotz drastisch gesunkener Zinserträge die 13,63 Millionen übrig blieben, führt Vorstandschef Joachim Hoof auf reduzierte Abschreibungen und Kostensenkungen zurück. Und auf die 600000 Kunden, die dem Kreditinstitut ihr Geld anvertrauen, sagte Hoof gestern in Dresden, als er die OSD-Zahlen für 2014 vorstellte.

Beim Marktführer habe jeder zweite Einwohner im Verbreitungsgebiet sein Konto, so Hoof. Und offenbar sind dies vor allem Menschen mit einem großen Sicherheitsbedürfnis. Denn noch immer lassen sie von den zehn Milliarden Euro, die sie 2014 zur Sparkasse brachten, 3,8 Milliarden Euro auf Sparbücher fließen. Deren Zinsen heben sich nur marginal vom Europäischen Leitzins ab - der aktuell bei 0,05 Prozent liegt. "Das Sparbuch ist für unsere Kunden noch immer die Basis des Sparens", konstatierte der Vorstandschef.

Weit über die Hälfte der OSD-Sparer wolle flexibel bleiben und lege das Geld auf ebenfalls zinsarme Tagesgeldkonten, erläuterte Privatkunden-Vorstand Heiko Lachmann. Er führte aber auch an, dass die Nachfrage nach Wertpapieren im vergangenen Jahr um 16 Prozent gestiegen sei und mit 356 Millionen Euro in den Büchern stehe.

Sachsen tilgen schneller

Den "regionalen Wirtschaftskreislauf" lobte Firmenkunden-Vorstand Ulrich Franzen, als er das Kreditgeschäft der größten ostdeutschen Sparkasse beleuchtete. Denn die Einlagen flössen in Form von Krediten zurück an Firmen der Region. Der Nettobestand an Krediten habe sich um 300 Millionen auf 4,5 Milliarden Euro nach oben bewegt.

Brutto hätten sich die Neuzusagen für Kredite auf 1,2 Milliarden Euro belaufen. Gleichzeitig seien aber auch 900 Millionen Euro getilgt worden. "Der Sachse tilgt doppelt so schnell wie die Menschen im Rest der Republik", bemerkte Joachim Hoof. Im Bundesdurchschnitt liegt die Tilgungszeit bei zehn Jahren, in Sachsen bei fünf. "Wir müssen uns also etwas schneller drehen", sagte er.

Immobiliennachfrage konstant hoch

Die historisch niedrigen Zinsen treiben die Nachfrage nach Immobilien weiter an und beflügeln damit auch das Baufinanzierungsgeschäft. Allein im zurückliegenden Jahr habe man Häuslebauern und Erwerbern von Eigentumswohnungen 287 Millionen Euro an Krediten zugesagt, erklärte Heiko Lachmann. Da preiswerte Grundstücke in Dresden allmählich knapper würden, bewege sich das Neubau-Geschäft mehr und mehr ins Umland Richtung Pesterwitz, Freital, Radeberg und Pirna. Gegenwärtig aber werde in der Landeshauptstadt noch fleißig gebaut - vor allem in Striesen, in Pieschen und in der Friedrichstadt.

Auf die Frage, wie die Sparkasse zu den Plänen für eine neue Woba stehe, erklärte Vorstandsmitglied Franzen: "Das ist ja eine politische Entscheidung. Doch natürlich könnte eine Woba für uns ein interessanter Partner sein. Den würden wir, wenn's in der Gesamtfinanzierung passt, gern begleiten.

Die OSD, die 2014 wieder 1500 Vereine mit insgesamt gut drei Millionen Euro gesponsert hat, steckte ebensoviel Geld in Standorte und Technik. Das floss unter anderem in den Umbau der Filiale in Pirnas Gartenstraße und in zwei neue Geldautomatenstandorte. Auch die Filiale in Bühlau ist fertig. Am 20. April werden die Räume im ehemaligen Autohaus Melkus an der Bautzner Straße eingeweiht, kündigte Lachmann an..

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.04.2015

bast

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