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Spätes Flutopfer: Dem Dresdner Verein Elbhangfest e.V. fehlen 30.000 Euro

Spätes Flutopfer: Dem Dresdner Verein Elbhangfest e.V. fehlen 30.000 Euro

Das diesjährige Elbhangfest bot den Dresdnern viel Gesprächsstoff: der Streit um den Veranstaltungsort Pillnitz schlug hohe Wellen, das Hochwasser gefährdete das komplette Fest, das Drachenbootrennen musste abgesagt werden und in Niederpoyritz wurde ein Anwohner gegenüber einem ehrenamtlichen Helfer handgreiflich.

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Jorinde Unger hat sich mit dem Verein Elbhangfest e.V. für die Flutopfer eingesetzt. Nun brauchen sie und ihr Team selbst Hilfe.

Quelle: Carola Fritzsche, Archiv

Dennoch gab es nach dem Fest viel Lob von den Besuchern, Geschäftsführerin Jorinde Unger zeigte sich ebenfalls zufrieden. Im DNN-Interview Anfang Juli vermutete sie, dass das Elbhangfest insgesamt mit einer schwarzen Null abschließen wird. Vier Wochen später muss Unger ihre Einschätzung allerdings zurücknehmen: Die Bilanzierung des Festes sei zwar noch nicht komplett fertiggestellt, aber nach ersten Analysen fehlen circa 30 000 Euro, wie die Geschäftsführerin mitteilt.

Grund für das hohe finanzielle Loch seien vor allem die fehlenden Besucher am Sonnabend. "Wir hatten zwar am Freitag und am Sonntag mehr Besucher als im Vorjahr, aber durch das schlechte Wetter am zweiten Veranstaltungstag sind deutlich weniger Gäste gekommen als wir erwartet haben", berichtet Unger. Auch der Vorverkauf sei auf Grund des Hochwassers sehr schlecht verlaufen, fügt die 22-Jährige hinzu. Und so scheint es nun, als ob das Elbhangfest zu einem verspäteten Flutopfer wird.

Eine ziemlich paradoxe Tatsache, schließlich hat sich der Verein, der das Fest organisiert, tatkräftig für die diesjährigen Opfer des Hochwassers eingesetzt - allein für die Kirchengemeinde Loschwitz kamen 8700 Euro zusammen. Nun ist das Team um Jorinde Unger ebenfalls auf Spenden angewiesen. "Wir werden ein Rundschreiben an alle Sponsoren rausschicken, um die fehlende Summe wieder aufzufüllen", so die Geschäftsführerin. Aber auch Dresdner Bürger, Vereine und Firmen seien aufgerufen, dem traditionellen Fest entlang der Elbe zu helfen und noch einmal Engagement zu zeigen. "Sollten wir dennoch nicht genügend Geld zusammen bekommen, müssen wir Gespräche mit der Bank führen, um eventuell einen Kredit aufzunehmen", berichtet Unger.

Trotz aller Probleme ist sich die 22-Jährige aber sicher, dass im kommenden Jahr das 24. Elbhangfest planmäßig stattfinden kann. "Es ist nicht das erste Mal, dass wir Schwierigkeiten haben, aber irgendwie haben wir es immer wieder hinbekommen", zeigt sich Jorinde Unger zuversichtlich. Anlässlich des Todesjahres von Christian Morgenstern soll das nächste Elbhangfest, das vom 27. bis 29. Juni veranstaltet wird, sehr humoristisch werden. Aus diesem Grund lautet das Motto auch "Von Loschnitz bis Pillwitz".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.07.2013

Nadine Steinmann

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