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Sorbische Osterreiter verkünden Auferstehung - Tausende Gläubige bei Gottesdiensten in Dresdner Kirchen

Sorbische Osterreiter verkünden Auferstehung - Tausende Gläubige bei Gottesdiensten in Dresdner Kirchen

Bei Sonnenschein sind am Sonntag rund 1600 Osterreiter mit Frack, Zylinder und weißen Handschuhen durch Städte und Dörfer der Oberlausitz gezogen.

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Ein sorbischer Osterreiter in der Oberlausitz.

Quelle: Arno Burgi dpalsn

Ersten Schätzungen der Polizei zufolge verfolgten rund 35 000 Schaulustige das Geschehen vom Straßenrand aus. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, hieß es. Im vergangenen Jahr waren es bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt rund 26 000 Zuschauer gewesen. Das Osterreiten der zumeist katholischen Sorben hat in der Oberlausitz im Städtedreieck zwischen Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz eine mehr als 500-jährige Tradition.

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Die traditionell gekleideten sorbischen Osterreiter verkünden am Ostersonntag in Ralbitz (Sachsen) nach altem Brauch zu Pferde die Osterbotschaft. Insgesamt sind 1.600 Reiter beim sorbisch katholischen Prozessionszügen unterwegs.

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Auf mehreren Routen tragen die Reiter die Botschaft von der Auferstehung Christi in die Nachbarpfarrei. Dabei singen sie geistliche Lieder und führen Kreuze, Kirchenfahnen und die Statue des Auferstandenen mit. Auch die Pferde sind festlich geschmückt. Die Ursprünge dieses Brauchs reichen vermutlich in vorchristliche Zeit zurück. Feldumritte sollten damals die jungen Saaten vor dem Bösen schützen. Später wandelten sich die Ritte in christliche Prozessionen. In Ostritz an der deutsch-polnischen Grenze segnen die Reiter noch immer die Saat auf den Feldern.

Bischof Bohl ruft zu Frieden auf

Sachsens evangelischer Landesbischof Jochen Bohl hat derweil in seiner Osterbotschaft zum Frieden aufgerufen - in den aktuellen Krisenherden ebenso wie in Deutschland. „Wer sein Leben von Ostern her lebt, verweigert sich der Logik der Gewalt und des Vorrangs der eigenen Interessen“, mahnte er am Ostersonntag bei einem Gottesdienst in Hirschfeld (Vogtland).

„Die Botschaft gilt jedem Menschen, an welchem Ort auch immer.“ Sie gelte für die in der Ukraine, die um die Zukunft bangten und den Zerfall ihres Staates befürchteten, „aber auch den verblendeten Nationalisten, die davon reden, man müsse „die russische Erde“ sammeln und sei es mit Gewalt“. Der Bischof nannte als Adressaten ebenso die „machtversessenen Fanatiker“ in den kriegführenden Lagern Syriens, und die viel zu vielen Menschen in Israel und Palästina, die seit mehr als 100 Jahren auf Stärke setzten und so Versöhnung verhinderten. „Der Ruf zum Frieden gilt aber auch unserem Land“, mahnte Bohl mit Verweis auf vernachlässigte und misshandelte Kinder, Randale bei Fußballspielen oder „den Mächtigen, die sich stark wähnen und ihre Interessen bedenkenlos-gierig durchsetzen.“

Tausende Gläubige bei Gottesdiensten in Dresdner Kirchen

Das Osterfest hat Tausende Gläubige zu den Metten, Gottesdiensten und sonstigen Veranstaltungen der Dresdner Kirchen gelockt. Der Dresdner Kreuzchor veranstaltete traditionell die Ostermette in der Kreuzkirche. Szenisch und musikalisch stellten die Mitglieder das biblische Geschehen der Osternacht und die Auferstehung Jesu Christi nach. Nach der Mette um 6 Uhr folgte ab 9.30 Uhr der Gottesdienst samt Predigt und Musik des Kreuzchores. Auch am Ostermontag luden zahlreiche Gottesdienste zum gemeinsamen Ostergebet ein. Der evangelische Landesbischof Jochen Bohl predigte im erzgebirgischen Zschorlau in einer Turnhalle. Anlass der ungewöhnlichen Stätte ist die Eröffnung der Probenzeit des dortigen nächsten großen Passionsspiels 2015. Insgesamt kamen laut Evangelisch-Lutherischem Landeskirchenamt von Gründonnerstag bis Ostermontag rund 12.000 Gäste zu den Konzerten, Vespern und Gebeten. Bereits in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag ließen sich 19 Gläubige in der Dresdner Frauenkirche taufen und zwei Jugendliche konfirmieren. Sie hatten in den vergangenen sieben Wochen an dem Glaubenskurs „Religion für Neugierige“ teilgenommen. Die Lutherkirche in der Südvorstadt und die Lutherkirche in Radebeul zündeten sogar ein eigenes Osterfeuer an.

dpa/dbr

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