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Sonne satt in Dresden - Ansturm auf Freibäder - Bisher nur wenige Hitzeopfer

Sonne satt in Dresden - Ansturm auf Freibäder - Bisher nur wenige Hitzeopfer

Dresden. Dresden schwitzt: Am Mittwoch soll das Thermometer auf 35 Grad klettern. Es werde sich sogar noch wärmer anfühlen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes.

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Die Hitze erreicht Dresden. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Der Grund sind warme Luftmassen aus der Sahara, die vom Mittelmeer feuchte Luft mitbringen. Zudem seien die Thermometer in der Nacht zu Mittwoch kaum unter die 20-Grad-Marke gesunken. Die Folge: Ein heißer, schwüler Tag. Kaum eine Wolke werde die pralle Sonne verschatten. „Für einen Mitteleuropäer ist das schwer belastend“, sagte der Meteorologe.

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Bei Temperaturen über 30 Grad genießen einige Dresdner die Abkühlung in den Brunnen der Prager Straße.

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In den Notaufnahmen der Dresdner Kliniken gab es bisher aber nur wenig Hitzeopfer. Die internistische Notaufnahme des Uniklinikums meldete am Dienstag Einzelfälle. Ähnlich sah es im Krankenhaus St. Joseph-Stift und im städtischen Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt aus. „Wahrscheinlich wissen die Leute mit der Hitze umzugehen, trinken zum Beispiel mehr“, sagt Julia Mirtschink, Sprecherin vom Joseph-Stift. In der Friedrichstädter Notaufnahme mussten sich fünf Dresdner auf Grund von Kreislaufproblemen wegen der Hitze behandeln lassen. „Das kann in den nächsten Tagen aber noch mehr werden“, sagt Krankenhaussprecherin Viviane Piffczyk.

Am Donnerstag stehe dann ein Luftmassenwechsel bevor, eine Kaltfront werde deutliche Abkühlung bringen. Örtlich können starke Gewitter auftreten. Die Temperatur steige am Nachmittag erneut auf über 28 Grad. Die frische Luft sorge spätestens in der Nacht für Abwechslung.

Bis dahin arrangieren sich die Dresdner mit dem eigentlich lange erhofften Sommer. An mehreren Dresdner Schulen wird der Unterricht hitzebedingt verkürzt, so dass die „Kinder zu Hause sind, bevor die Hitze am größten ist", erklärt Ralf Anton, stellvertretender Schulleiter am Bertold-Brecht-Gymnasium. Am Romain-Rolland-Gymnasium können die Schüler laut Schulleiter Alfred Hoffmann sogar mit allen acht Stunden schon 12 Uhr 45 nach Hause gehen: „Wir haben verkürzten Unterricht", erklärt Hoffmann, „er verläuft nur noch halbstündig. Die Abiturienten können ihre Prüfungen aber natürlich nicht verpassen".

Das Wetter sorgt für Ansturm in den geöffneten Dresdner Freibädern. So bildeten sich am Georg-Arnhold-Bad bereits am Morgen Schlangen am Einlass. Die Wassertemperaturen der sechs offenen Bäder liegt zwischen 17 Grad in Weißig und 22 Grad in Dölzschen. Die Freibäder Cossebaude und Wostra bleiben hochwasserbedingt weiter geschlossen. Am Sonnabend soll das Freibad Prohlis nach der Sanierung wieder öffnen. Am 13. Juli soll laut Stadtverwaltung auch das runderneuerte Freibad Cotta fertig sein.

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In ganz Deutschland steigen die Temperaturen bis Donnerstag an. 35 Grad sind laut Wetterdienst drin.

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Wer kann, flüchtet aus der prallen Sonne. So hat der Zoo Dresden für seine Tiere vorgesorgt und an genügend Schattenplätze gedacht. „Wir haben an den Außengehegen die Durchgänge geöffnet, so dass die Tiere in die Innenställe können", erklärt der Zoologische Leiter Wolfgang Ludwig. Wichtig ist der große Schattenbereich der neuen Panda-Anlage für das Panda-Pärchen Lobke und Manchu. Als Hochgebirgstiere haben sie auch im Sommer ein sehr dickes Fell und brauchen Abkühlung. Das gleiche gilt für die Schneeleoparden.

Dass sich Tiere aus Afrika jetzt besonders wohl fühlen, ist laut Ludwig ein Trugschluss, auch sie brauchen Schatten. Die Aras in der Vogelvoliere am Eingang des Zoos genießen einen besonderen Service. An heißen Tagen wird die Sprühanlage über dem Käfig angeschaltet und es gibt einen wohlig-leichten Sommerregen.

Durch die Hitze steigt auch die Waldbrandgefahr. Im Süden des Landkreises Meißen und im Norden des Landkreises Bautzen gilt bereits Warnstufe 2. Für die Dresdner Heide gilt bislang noch Warnstufe 1. „Es ist derzeit noch nicht das ganz große Thema, die Waldbrandgefahr nimmt aber täglich zu“, sagte Daniel Thomann, Sprecher des Staatsbetriebs Sachsenforst.

Das Rote Kreuz in Dresden gibt unterdessen wichtige Tipps zum Verhalten während der Hitze. Vor allem pflegebedürftige und ältere Menschen sowie Kinder sollten darauf achten, dass sie täglich rund ein bis zwei Liter Flüssigkeit mehr zu sich nehmen. Die pralle Sonne sollte vermieden werden und eine Kopfbedeckung sowie Sonnencreme werden empfohlen. Leistungssport oder andere anstrengende Tätigkeiten sollten ebenfalls nicht ausgeübt werden, rät der Landesverband Sachsen des Deutschen Roten Kreuzes.

dbr/dpa/M.A./L.S.

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