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Soldaten helfen in Dresden: Die Albertstadt-Kaserne ist restlos ausgebucht

Soldaten helfen in Dresden: Die Albertstadt-Kaserne ist restlos ausgebucht

Die Albertstadt-Kaserne platzt in diesen Tagen aus allen Nähten. Während normalerweise nur etwa 750 angehende Offiziere in dem Komplex an der Marienallee untergebracht sind, drängen sich zur Zeit wegen der Hochwasser-Katastrophe rund 2000 Soldaten.

"Wir haben Bataillone aus Bad Salzungen, Gera, Sondershausen, Bad Frankenhausen, Erfurt und Leipzig bei uns aufgenommen", erklärte gestern Kasernenkommandant Henry Hölzner gegenüber den DNN. Darunter seien Feldjäger, Panzergrenadiere und Teile des Raketenartilleriebataillons 132.

Die Soldaten von außerhalb unterstützen die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk sowie die vielen freiwilligen Helfer in ihrem Kampf gegen das Hochwasser. So halfen sie beispielsweise beim Errichten von Sandsackwällen und evakuierten Menschen aus überfluteten Stadt- und Ortsteilen.

Da es in den Wohnräumen der Albertstadt-Kaserne insgesamt lediglich 1000 Betten gibt, muss ein Großteil der extra wegen des Hochwassers angeforderten Soldaten auf Matratzen in der Turnhalle der Kaserne sowie im Exerzierhaus schlafen. "Die Tagschicht in der Nacht und die Nachtschicht am Tag", sagt Hölzner. Von ein paar freien Plätzen im Exerzierhaus abgesehen, ist die Albertstadt-Kaserne komplett ausgebucht. Falls die Bundeswehr in den nächsten Tagen noch mehr Kräfte ins Katastrophengebiet Dresden schicken muss, kann Henry Hölzner diese nicht aufnehmen. Am Limit ist der Standort an der Marienallee in vielerlei Hinsicht angekommen. Die Truppenküche, die auf einen Schlag mehr als doppelt so viele Soldaten verköstigen muss, arbeitet im Akkord. Zusätzliches Personal wurde abgestellt, außerdem stehen mobile Feldküchen bereit. "Die Mitarbeiter müssen zur Zeit neben den üblichen Mahlzeiten, also Frühstück, Mittag- und Abendessen, auch noch zahlreiche Lunchpakete fertig machen, damit sich die Soldaten im Außeneinsatz schnell stärken können", betont der Kasernenkommandant.

Ebenfalls am Limit arbeitet der Sanitätsbereich. "Unsere Ärzte sind vorerst im 24-Stunden-Betrieb organisiert. Denn natürlich passieren bei einem Hochwasser wesentlich mehr Unfälle, als im normalen Lehrbetrieb an der Offizierschule des Heeres", sagt Hölzner. Übrigens legt ein Teil der angehenden Offiziere ungeachtet des Hochwassers derzeit wichtige Prüfungen ab.

Derweil wurden die Hörsäle kurzerhand zum Gefechtsstand umfunktioniert. Von hier aus dirigieren die Führungskräfte via Funk die ihnen unterstellten Bataillone. Damit das Funksignal stark genug ist, wurde am Montag auf dem Gelände der Albertstadt-Kaserne ein großer Mast aufgebaut. Zudem befinden sich momentan auf dem Areal 200 Bundeswehr-Fahrzeuge, die den Einsatz im hochwassergeplagten Dresden erleichtern sollen. Zum Beispiel ein Panzer, der für den Fall bereitsteht, dass aus dem Schlamm in den überschwemmten Gebieten schwere Gegenstände rausgezogen werden müssen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.06.2013

Christoph Stephan

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