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Solarwatt AG aus Dresden erwägt Gang zum Insolvenzgericht

Solarwatt AG aus Dresden erwägt Gang zum Insolvenzgericht

Unruhe bei der Dresdner Solarwatt AG: Weil nicht alle Aktionäre dem vorgesehenen Finanzierungskonzept zustimmten, erwägt der Solarmodulhersteller mit zurzeit 440 Mitarbeitern den Gang zum Insolvenzgericht.

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Solaranlagen sind sehr teuer, jedoch bringt sie auch steuerliche Vorteile mit sich.

Quelle: Nestor Bachmann

Zugleich wurden mehrere personelle Veränderungen an der Unternehmensspitze bekanntgegeben. Firmengründer Frank Schneider ist nicht mehr Vorstandschef, Ende des Jahres werde er Solarwatt ganz verlassen, teilte das Unternehmen mit.

Solarwatt wurde 1993 gegründet und fertigt unter anderem kristalline Solarmodule. Die Zahl der Mitarbeiter stieg zeitweise auf mehr als 500. 2011 wurde die Firma von der Krise der deutschen Solarbranche erfasst und rutschte in die roten Zahlen.Einen Ausweg sah das Unternehmen in einer Wachstumsstrategie, für die aber offenkundig eine Kapitalspritze fehlt. Ein Sprecher betonte, dass Solarwatt aus heutiger Sicht unvermindert zahlungsfähig sei. Ohne ein geschlossenes Finanzierungskonzept müsse aber von einer Überschuldung ausgegangen werden. Um sie noch kurzfristig abzuwenden, liefen derzeit Gespräche mit „wesentlichen Fremd- und Eigenkapitalgebern“. Erst wenn diese ergebnislos blieben, will der Vorstand beim Insolvenzgericht einen Antrag einreichen.Angestrebt werde dabei kein reguläres Insolvenzverfahren, sondern ein „Schutzschirm in Eigenverwaltung“, hieß es weiter. Dabei kann der Vorstand die Firma weiter verantwortlich lenken, der ihm zur Seite gestellte sogenannte Sachwalter agiert - anders als ein Insolvenzverwalter - lediglich als Berater und eine Art Aufsichtsrat. Falls es zum Schutzschirmverfahren kommt, hofft Solarwatt auf die Hilfe eines Investors, mit dem man sich bereits jetzt in Gesprächen befinde.Ob es sich dabei um den BMW-Erben Stefan Quandt handelt, sagte der Solarwatt-Sprecher nicht.

Quandt besitzt bereits etwa ein Drittel der Anteile, zuletzt war ihm das Interesse an einer kompletten Übernahme der Dresdner Firma nachgesagt worden. Beim Bundeskartellamt hat Quandt im Mai eine Prüfung der Übernahme angemeldet, der Erwerb der alleinigen Kontrolle über Solarwatt wurde vom Amt im Vorprüfverfahren bereits freigegeben.Bereits am Montag hatte Solarwatt mitgeteilt, dass Firmengründer Schneider mit sofortiger Wirkung den Vorstandsvorsitz auf eigenen Wunsch abgibt, zum Jahresende werde er Solarwatt planmäßig ganz verlassen. Neuer Vorstandschef ist den Angaben zufolge der bisherige Vertriebsvorstand, Detlef Neuhaus. Finanzvorstand Jürgen Bruns ist noch bis Ende des Monats im Amt, das dann der frühere Finanzvorstand von Roth & Rau aus Hohenstein-Ernstthal, Carsten Bovenschen, übernehmen werde.

Auf die Branchenkrise hat neben Zulieferer Roth & Rau auch der Photovoltaikkonzern Solarworld bereits mit harten Einschnitten reagiert: Er kündigte im Mai an, an seinem größten Produktionsstandort in Freiberg bis zum Jahresende etwa 250 Stellen abzubauen - das ist fast jeder siebente Job. Roth & Rau hatte schon im Frühjahr angekündigt, bis zum Sommer ebenfalls jede siebente Stelle zu streichen und die Zahl der Mitarbeiter von 1350 auf unter 1150 zu reduzieren.

dpa

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