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Skimming: Über 267.000 Euro von Dresdner Konten abgeräumt

Betrüger muss in Haft Skimming: Über 267.000 Euro von Dresdner Konten abgeräumt

Im Sommer 2011 spähten Mitglieder einer rumänischen Skimming-Bande die Kundenkarten von Nutzern der Postbank auf der Großenhainer Straße aus. Mit den Daten plünderten sie dann die Konten der Kunden und hoben mit gefälschten Karten 267.236 Euro ab. Die Gauner dachten wohl, Argentinien ist weit weg, die finden uns nie.

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Fünf Jahre und zwei Monate reichte die Kammer am Mittwoch für Daniel S. aus.

Quelle: dpa

Dresden. Im Sommer 2011 spähten Mitglieder einer rumänischen Skimming-Bande die Kundenkarten von Nutzern der Postbank auf der Großenhainer Straße aus. Mit den Daten plünderten sie dann die Konten der Kunden und hoben mit gefälschten Karten 267.236 Euro ab. Die Gauner dachten wohl, Argentinien ist weit weg, die finden uns nie. Offenbar hatten sie nicht mit der Hartnäckigkeit und dem „Jagdinstinkt“ von Staatsanwalt Thomas Hellmich gerechnet – und mit der Kooperationsbereitschaft der argentinischen Behörden, die unter anderem Fotomaterial zur Verfügung stellten. Hellmich blieb dran, er geht von acht Bandenmitgliedern aus – drei wurden bereits verurteilt und verbüßen derzeit Haftstrafen, einer wurde kürzlich geschnappt. Ein weitereres Bandenmitglied, Daniel S. wurde im Dezember 2015 in Rumänien gefasst, und nach Deutschland ausgeliefert und gestern wegen banden- und gewerbsmäßiger Fälschung von Zahlungskarten und Computerbetrug vom Dresdner Landgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Der Lebensmittelhändler aus Rumänien gehörte zur Mittelschicht der ziemlich straff organisierten Bande. Der 37-Jährige soll die Aktion organisiert und dafür extra einen studierten Informatiker angeworben haben, der die Automaten mit einer neuen Technik bestückte, um an die Kundendaten zu kommen. Der Angeklagte hatte sich zunächst sehr bedeckt gehalten, dann aber doch ein Geständnis abgelegt. Das rechnete ihm die Kammer positiv an, da es dem Gericht eine langwierige und auch kostenintensive Hauptverhandlung ersparte. Zudem hatte ihn aber auch ein ehemaliges Bandenmitglied belastet. George V. wurde bereits verurteilt und sitzt seine Strafe ab. Auch der 35-Jährige tat sich anfangs mit einer Einlassung schwer. Er habe Angst vor denen, erklärte er. Sicher nicht unbegründet, wenn es um viel Geld geht, ist man nicht sehr zimperlich.

Fünf Jahre und zwei Monate reichte die Kammer am Mittwoch für Daniel S. aus. Nicht das erste Mal, dass er wegen Skimming ins Gefängnis muss. Er wurde schon 2008 in Holland verurteilt. Wenige Monate nach seiner damaligen Entlassung plante er aber schon die Aktion in Dresden.

Von Monika Löffler

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