Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Siegfried Däbritz will für Bundestag kandidieren

Pegida Siegfried Däbritz will für Bundestag kandidieren

Siegfried Däbritz, Gründungsmitglied von Pegida und neben Lutz Bachmann die bekannteste Figur der rechtspopulistischen Bewegung, will bei der kommenden Bundestagswahl im Wahlkreis 155 als Direktkandidat antreten.

Däbritz am Montag auf der Pegida-Bühne.

Quelle: Hauke Heuer

Dresden. Siegfried Däbritz, Gründungsmitglied von Pegida und neben Lutz Bachmann die bekannteste Figur der rechtspopulistischen Bewegung, will bei der kommenden Bundestagswahl im Wahlkreis 155 als Direktkandidat antreten. Das teilte Bachmann auf der Pegida-Demonstration am Montagabend in Dresden mit. Däbritz selber hatte die geplante Kandidatur in seiner Rede vor dem Demonstrationszug durch die Altstadt nicht angekündigt. Er beschränkte sich darauf, Bachmanns Ankündigung mit wenigen Worten zu bestätigen und überließ seinem Mitstreiter die Ausführungen.

Däbritz solle nicht gegen die AfD antreten, vielmehr strebe der Pegida-Kandidat an, mit der AfD zusammenzuarbeiten, so Bachmann und hoffe auf baldige Gespräche mit der Partei. „Mir ist in Meißen niemand bekannt, der diesen Namen hat“, warb er für den Sicherheitsunternehmer, der in der Vergangenheit nicht nur bei Pegida, sondern, bestätigt vom sächsischen Verfassungsschutz, unter anderem auch bei Hooligans gegen Salafisten (HogeSa) aktiv war. Muslime nannte er bereits „bärtige Ziegenwämser“ und „Schluchtenscheißer“.

Däbritz würde in Meißen gegen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) antreten. Der konnte bei der vergangenen Bundestagswahl den Wahlkreis mit 47 Prozent für sich entscheiden. Der Wahlkreis 155 umfasst fast den gesamten Landkreis Meißen und hat gut 200 000 Wahlberechtigte.

Bachmann übernahm die Verkündung der Kandidatur

Bachmann übernahm die Verkündung der Kandidatur.

Quelle: Hauke Heuer

Bachmann ging auf seinen aktuellen Prozess vor dem Landgericht Dresden wegen Beleidigungen und rassistischen Äußerungen nicht ein. Er habe seinen Anwälten versprochen, eine Woche lang den Mund zu halten, erklärte der Pegida-Gründer. Dies werde sich jedoch bald ändern.

An der Pegida-Demonstration am Montag beteiligten sich zwischen 1500 und 2000 Menschen. Zwischenfälle gab es keine. Auf den Brühlsche Terrassen hatten sich rund 100 Gegendemonstranten unter dem Motto „Nationalismus raus aus den Köpfen“ versammelt.

Einige Gegendemonstranten hatten sich auf den Brühlsche Terrassen positioniert

Einige Gegendemonstranten hatten sich auf den Brühlsche Terrassen positioniert.

Quelle: Hauke Heuer

Von Hauke Heuer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kandidatur im Landkreis Meißen
Der AfD-Kreisverband Meißen hat den Bundestags-Plänen von Pegida-Vize Siegfried Däbritz eine deutliche Abfuhr erteilt.

Der AfD-Kreisverband Meißen hat den Bundestags-Plänen von Pegida-Vize Siegfried Däbritz eine deutliche Abfuhr erteilt. Er habe das Recht, sich zu bewerben, sagte Mario Aßmann, stellvertretender Vorsitzender der AfD Meißen, auf DNN-Anfrage. „Unser Wunschkandidat ist er aber nicht.“

mehr
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.