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Siegerentwurf für „Marina Garden“: Werkstattverfahren abgeschlossen

Anpassung an Hochwasserlinie Siegerentwurf für „Marina Garden“: Werkstattverfahren abgeschlossen

In das heftig umstrittene Bauprojekt „Marina Garden“ kommt Bewegung: Für das Gelände zwischen Puschkin-Platz und Elbe ist jetzt ein Werkstattverfahren abgeschlossen worden. Nach DNN-Informationen hat ein Entwurf aus Rotterdam die Jury am meisten überzeugt.

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Dresden. In das heftig umstrittene Bauprojekt „Marina Garden“ kommt Bewegung: Für das Gelände zwischen Puschkin-Platz und Elbe ist jetzt ein Werkstattverfahren abgeschlossen worden. Nach DNN-Informationen hat ein Entwurf aus Rotterdam die Jury am meisten überzeugt. Seit langem wird über das Projekt gestritten. Die Firma Dresden Bau mit Regine Töberich an der Spitze will dort eine Wohnanlage errichten. Die Situation eskalierte, als die neue rot-grün-rote Stadtratsmehrheit für das Gebiet unter anderem Anpassungen an den Hochwasserschutz nach den Erkenntnissen von der Flut 2013 forderte.

Im Verlauf der Diskussion ließ Töberich sogar ein Stück Elberadweg wegbaggern, allerdings auf einem benachbarten Grundstück. Die Angelegenheit beschäftigt auch schon die Justiz.
Töberich hat bereits viel Geld in ihre Pläne gesteckt, allein das Grundstück schlug mit 2,3 Millionen Euro zu Buche. Derzeit gilt eine Veränderungssperre, die im Mai beschlossen worden war. Damit kann dort zeitweise nicht gebaut werden. Für die Umplanungen hat die Stadt im Auftrag des Stadtrats ein Werkstattverfahren initiiert, dessen Ergebnisse jetzt intern vorliegen. Daran haben sich zwar andere Grundstückseigentümer aus dem Gebiet beteiligt, Frau Töberich allerdings nicht. Sie lehnt das Vorgehen ab und fühlte sich bislang von Stadtrat und Verwaltung schikaniert.

Der von einer Jury favorisierte Siegerentwurf stammt von Lola Landscape Architects aus Rotterdam. Er orientiert sich in der Höhe an der Villa Grumbt am Puschkin-Platz und besteht aus vier Baukörpern. Die Bebauung wird von der Elbe deutlich weggerückt und sei der von der Stadt jetzt vorgegebenen Hochwasserlinie angepasst. Es soll etwa 180 unterirdische Auto-Stellplätze geben.
Der Entwurf soll ein Bindeglied zwischen verschiedenen Gebieten schaffen. Die Außenkanten sorgen mit geraden Linien für eine klare Abgrenzung des Areals, im Inneren herrschen geschwungene Formen vor. Es wird viel mit Holz und Glas gearbeitet. In den Erdgeschossen soll es gewerbliche Nutzung geben, Läden, Ateliers oder auch Kindereinrichtungen. Bislang sind vier Geschosse vorgesehen, eine Erweiterung auf fünf oder vier und ein Staffelgeschoss mit reduzierter Fläche regen die Architekten an. Die Anzahl der Wohneinheiten wird mit 120 angegeben.

Wie es heißt, würden die Bruttogeschossflächen annähernd den Pläne von Frau Töberich entsprechen. Damit würde erreicht, dass der Eingriff in ihr Eigentum nicht unangemessen ist. Bis zu dieser Grenze sind Überplanungen von Baugebieten zulässig. Bis es tatsächlich Baurecht gibt für das Areal, vergeht allerdings noch einige Zeit. Die überarbeitete Planung muss in den Entwurf des Bebauungsplans Eingang finden, dann öffentlich ausgelegt werden. Nach einem Abwägungsprozess der möglichen Einwände liegt der Ball wieder beim Stadtrat. Nach dem Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan darf dann gebaut werden. Üblicherweise muss bei einem solchen Verfahren eine Dauer von noch mindestens einem Jahr unterstellt werden. Dann können Grundstückseigentümer nur entsprechend der Plan-Rahmendaten bauen oder gar nicht.

I.P.

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