Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+
Sicherer Strom für den Dresdner Nordwesten

Umspannwerk Kaditz saniert – Drewag investierten 5 Millionen Euro Sicherer Strom für den Dresdner Nordwesten

Mit der Sanierung des Umspannwerks Kaditz hat die Drewag die Erneuerung ihrer insgesamt 13 Umspannwerke abgeschlossen. Am Dienstag stellte das Unternehmen die erneuerte Anlage nahe der A 4 vor. Kaditz ist das Kleinste der insgesamt 13 Umspannwerke der Stadt.

In der Schaltzentrale werden Fehler noch immer mechanisch angezeigt. Das sei für die Techniker im Notfall leichter erkannbar als ein Computerausdruck.

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Mit der Sanierung des Umspannwerks Kaditz hat die Drewag die Erneuerung ihrer insgesamt 13 Umspannwerke abgeschlossen. Am Dienstag stellte das Unternehmen die erneuerte Anlage nahe der A 4 vor. Kaditz ist das Kleinste der insgesamt 13 Umspannwerke der Stadt, ohne es geht im Dresdner Netz aber nichts. So werden beispielsweise der Elbepark, das Krankenhaus Neustadt oder das Siemens-Transformatorenwerk von hier aus mit Strom versorgt.

Im Umspannwerk Kaditz wird der Strom für Trauchau, Pieschen und Übigau bereit gestellt. Wir durften uns vor Ort genauer umsehen.

Zur Bildergalerie

Kurzfristig sei ein Ausfall zu verkraften, so Michael Meyer, Gruppenleiter Netzbetrieb bei der Drewag, langfristig aber nicht. Dann hätten großflächig Blackouts gedroht. Daher musste die Anlage im laufenden Betrieb saniert werden. Das habe einige Schwierigkeiten mit sich gebracht. Vor allem der Einsatz von Kränen sei neben den Hochspannungsanlagen kompliziert gewesen. Auch der knappe Platz hatte der Drewag mehrfach Probleme bereitet.

Einziger Vorteil: Damit auch bei einem Defekt nicht alle Lichter ausgehen, ist in Umspannwerken alles doppelt vorhanden. So konnte ein Teil der Anlage erneuert werden, während der andere dafür sorgte, dass in Kaditz, Übigau, Trachau und Pieschen der Strom floss.

Entstanden ist für fünf Millionen Euro ein fast komplett neues Umspannwerk. Lediglich der Mast der Hochspannungsleitung ist von der alten verschlissenen Anlage von 1976 übrig geblieben. Der Rest ist neu, von der gasisolierten 110-Kilovolt-Schaltanlage über zwei je 80 Tonnen schwere Transformatoren bis hin zur Steuerungstechnik. Reserven für künftige Stromkunden inklusive. Alles ist auf eine Lebensspanne von 60 Jahren ausgelegt. Gesteuert wird die Anlage komplett aus der Ferne. Gibt es keine Pannen, schaut lediglich alle zwei Monate ein Techniker zur Wartung vorbei.

Wie bei der alten Anlage gibt es alle wichtigen Systeme doppelt und fast immer von unterschiedlichen Herstellern. Fällt ein Gerät aus, springt das andere ein. „Das ist ein sehr sensibler Bereich der Elektrotechnik“, sagt Michael Meyer. So rechnen die Fachleute bei Kurzschlüssen nicht in Sekunden, sondern in Millisekunden. Bei Hochspannung könne jeder Fehler katastrophale Folgen haben. „Wir irren in unserem Leben nur einmal“, so der Drewag-Verantwortliche für den Betrieb der Nieder- und Hochspannungsanlagen. Deshalb hängt der wichtigste Bereich, die Betriebstechnik, auch nicht am Stromnetz, sondern an zwei riesigen Batterien, die die Anlage auch im Havariefall am Laufen halten.

Stephan Lohse

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.