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Sibirischer März verdirbt Heizbilanz - Dresdner müssen mit saftigen Nachzahlungen rechnen

Sibirischer März verdirbt Heizbilanz - Dresdner müssen mit saftigen Nachzahlungen rechnen

Die Freude über die ersten schönen Frühlingstage lässt den Ärger über den lang anhaltenden Winter schon fast wieder vergessen. Doch viele Dresdner könnte die rekordverdächtige Frostperiode (Ostern im Schnee!) in einigen Monaten teuer zu stehen kommen, denn in den ersten drei Monaten dieses Jahres wurde deutlich mehr geheizt als üblich.

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Je kälter es ist, umso mehr wird geheizt. Die Drewag speiste im März dieses Jahres fast so viel Wärme ins Netz wie im Januar, was extrem ist.

Quelle: Grafik: Eylert

Die DNN beantworten wichtige Fragen.

Von christoph stephan

m Wie kalt war der zurückliegende Winter im Vergleich zum Vorjahr? Betrachtet man nur den Zeitraum zwischen November und Februar, lassen sich keine großen Unterschiede feststellen (siehe Grafik). Die Monatsmittel halten sich so ziemlich die Waage. Deutlich aus dem Rahmen fällt dagegen der März mit durchschnittlich minus 0,2 Grad Celsius in diesem Jahr. Damit war es acht Grad kälter als im März 2012, zugleich lag die Durchschnittstemperatur deutlich unter dem langfristigen Minimum für diesen Monat.

m Trübt dieser Unterschied wirklich schon die Heizbilanz des Einzelnen? Natürlich laufen auch bei 10 Grad Außentemperatur die Heizkörper, aber eben nicht so stark wie bei Frost. Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann bestätigt auf DNN-Anfrage, dass im zurückliegenden März außergewöhnlich viel Wärme abgesetzt wurde . "Das hat jeder an seinem persönlichen Heizverhalten gemerkt", so Ostmann. Konkret wurden im letzten Monat 287415 Megawattstunden ins Fernwärmenetz eingespeist, fast genauso viel wie im Januar. Im März 2012 waren es übrigens über 100000 Megawattstunden weniger.

m Wie teuer wird der lange Winter am Ende für die Dresdner? Das lässt sich so pauschal nicht sagen, sondern hängt von vielen Faktoren ab, insbesondere vom persönlichen Heizverhalten und der Höhe der geleisteten Vorauszahlungen. Allerdings nennt der Sprecher des örtlichen Mietervereins, Mathias Wagner, eine ungefähre Hausnummer zur Orientierung: "2010 war ein ähnlich kaltes Jahr und damals hatten wir in Dresden durchschnittliche Heizkosten von einem Euro pro Quadratmeter und Monat", erklärt er. Übers Jahr gerechnet käme man da für eine normale Zwei-Raum-Wohnung schon auf etwa 600 Euro. "Mieter sind gut beraten, für die Betriebskostenabrechnung 2013 eine Rücklage für Nachzahlungen vorzuhalten", betont Wagner.

m Ist derjenige, der mit Öl oder Gas heizt, im Vorteil? Absolut nicht. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass Preissprünge am ehesten über die Fernwärmeversorgung gedämpft werden. Die Preise für Öl und Gas sind dagegen stärker den Schwankungen am Markt ausgesetzt. Speziell beim Gas sieht Mathias Wagner für dieses Jahr noch ein großes Problem auf uns zurollen. "Nach aktuellen Meldungen sind die Gasspeicher in Deutschland fast leer. Wenn hier teure Zukäufe erforderlich werden, könnte das noch mal einen zusätzlichen Preissprung bewirken", beschreibt der Sprecher des Dresdner Mietervereins.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.04.2013

Christoph Stephan

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