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Sibirische Kälte macht Pillnitzer Kamelie zu schaffen

Sibirische Kälte macht Pillnitzer Kamelie zu schaffen

Im Zoo zum Beispiel blühten schon die Schneeglöckchen und in den Bau- und Gartenmärkten gingen die ersten Primeln und Hornveilchen über den Ladentisch.

Von Catrin Steinbach

Doch nun ist sie doch noch da, die sibirische Kälte. Um die Pill- nitzer Kamelie zu schützen, wird das Kamelienhaus im Schlosspark vorübergehend geschlossen. "Erst mal bis nächsten Montag", hat Gartenmeister Wolfgang Friebel entschieden. Dann, so die Voraussage der Meteorologen, soll es wieder wärmer werden.

Das Glashaus der etwa 8,60 Meter hohen Kamelie ist zwar beheizt, die Temperatur wird selbst nachts bei fünf bis sechs Grad Plus gehalten. "Aber wenn tagsüber die Kamelienhaus- Besucher die Tür aufmachen, kommt immer ein Schwall eiskalte Luft herein und dieses ständige Auf und Zu tut der Kamelie bei diesen Temperaturen nicht gut", erklärt Friebel. Zudem schlage sich Schwitzwasser an den Glasscheiben nieder. "Sie vereisen. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass die Tür zufriert."

"Der Blütenschmuck der Kamelie ist besonders prächtig", schwärmt der Pillnitzer Gartenmeister und ergänzt mit einem Augenzwinkern: "Wer dieses Jahr die Kamelie nicht gesehen hat, hat umsonst gelebt."

Als die Pillnitzer Gärtner im Mai vergangenen Jahres das Kamelienhaus wegrollten, war der Neuaustrieb schon fast ausgereift. Die Knospen hatten - vor allem durch den langen warmen und sonnigen Herbst - genügend Zeit sich zu entwickeln, so dass sich die ersten Blüten der Kamelie bereits vor Weihnachten entfalteten. "Deshalb haben wir das Kamelienhaus auch schon vor 14 Tagen für Besucher geöffnet. Ein Novum", weiß Friebel. Normalerweise kann man die in Blüte stehende Pillnitzer Kamelie erst ab Mitte/Ende Februar bestaunen. Friebel schätzt, dass die Hauptblüte der Kamelie dieses Jahr schon Ende März endet. "Aber auch das ist wieder davon abhängig, wie sich das Wetter entwickelt."

Inwiefern andere Gartenpflanzen durch den plötzlichen Frosteinbruch Schaden nehmen, vermag der erfahrene Gartenmeister von Pillnitz noch nicht abzuschätzen. "Den Frühjahrsblühern wird der Barfrost vielleicht nicht so viel anhaben. Aber die Blütenknospen unserer frühblühenden Azaleen zum Beispiel sind schon futsch."

Trotz derzeit geschlossenem Kamelienhaus hat der Pillnitzer Schlosspark für Gartenfreunde Farbiges zu bieten - nämlich im Palmenhaus. "Derzeit blühen dort die Strelitzien, Eriken, Proteen und verschiedene Blumenzwiebeln. Außerdem steht eine Akazie in voller Blüte", lockt Friebel und ergänzt "Eine richtige Akazie." Denn hierzulande werden Robinien oft fälschlicherweise als Akazie bezeichnet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.01.2012

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