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Sexueller Übergriff in Dresdner Schwimmbad sorgt für Diskussion

Kein generelles Hausverbot Sexueller Übergriff in Dresdner Schwimmbad sorgt für Diskussion

Am Sonnabend kam es zu einem sexuellen Übergriff im Georg-Arnhold-Bad. Ein 19-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan soll der Polizei zufolge vier Mädchen unsittlich berührt haben. Die Stadt sieht angesichts der aktuellen Ereignisse keinen Grund zum Handeln.

Nach dem Übergriff geht es im Arnholdbad wie gewohnt weiter.

Quelle: D. Flechtner

Dresden. Am Sonnabend kam es zu einem sexuellen Übergriff im Georg-Arnhold-Bad. Ein 19-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan soll der Polizei zufolge vier Mädchen unsittlich berührt haben ( DNN berichteten). Obwohl der Verdächtige noch im Schwimmbad von der Polizei festgenommen wurde, durfte er kurze Zeit später wieder gehen, ohne der Staatsanwaltschaft vorgeführt zu werden. "Es gab keinen dringenden Tatverdacht, den jungen Mann in die Haft zu überführen", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Lorenz Haase.

Die Teenager wurden nach eigenen Aussagen an Beinen, Po und Brust berührt. "Die Täterbeschreibung des Mädchens, das an der Brust berührt wurde, konnte dem Beschuldigten nicht eindeutig zugewiesen werden", so Haase weiter. Während die Berührung von Beinen und Po "nur" als tätliche Beleidigung zählen und somit auch keine sofortige Inhaftierung nach sich ziehen, gilt die Berührung der Brust als sexueller Übergriff und hätte zur Vorführung vor den Haftrichter geführt. Laut Staatsanwaltschaft bestreitet der Beschuldigte die Vorwürfe. "Er gibt zu, die Mädchen eventuell berührt zu haben, bestreitet aber jede Absicht", so Haase weiter.

Die Stadt sieht angesichts der aktuellen Ereignisse keinen Grund zum Handeln. "Wir haben geeignete Maßnahmen. Zuwiderhandlungen werden unabhängig von der Nationalität unterbunden. Der Staatsanwaltschaft obliegt es dann zu prüfen, ob in einem solchen Fall eine Straftat vorliegt", so Sportbürgermeister Dr. Peter Lames (SPD). Sowohl die Stadt als auch die Dresdner Bäder schließen Kurzschlusshandlungen, wie etwa ein Hausverbot für männliche Asylbewerber, konsequent aus.

"Zweifelsohne ist eine solche Forderung dumpfer Populismus", so CDU-Kreisvorsitzender Christian Hartmann. Dennoch mache es sich der Sportbürgermeister zu einfach: "Peter Lames muss als Chef der Dresdner Schwimmbäder die Sicherheit aller Gäste garantieren und umgehend ein Sicherheitskonzept vorlegen", fordert Hartmann. Die Stadt will vorerst vom Einsatz der Polizei oder der Ordnungsamtes in Bädern absehen.

Sebastian Burkhardt

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