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Sexualkunde mal anders: Dresdner Hebammenschülerinnen erklären Schwangerschaft und das Wunder der Geburt

Sexualkunde mal anders: Dresdner Hebammenschülerinnen erklären Schwangerschaft und das Wunder der Geburt

Das Schmunzeln konnten sich einige Viertklässler an der 102. Grundschule "Diana" nicht verkneifen, als gestern der Aufklärungsunterricht los ging. Sexualkunde steht in diesem Alter zum ersten Mal auf dem Lehrplan und um diesen möglichst locker und trotzdem kompetent zu gestalten, waren die Hebammenschülerinnen der Carus-Akademie des Uniklinikums zu Gast in der Schule.

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Mit einer lebensechten Babypuppe erfahren die Viertklässler, wie es ist, ein Neugeborenes zu baden.

Quelle: Matthias Rietschel / dapd

Jeweils in Dreiergruppen versuchten die angehenden Geburtshelferinnen, den Kindern die Themen Schwangerschaft und Geburt näher zu bringen. Ganz von vorne anfangen mussten sie aber nicht, denn die Zehnjährigen konnten schon so einiges an Vorwissen aufweisen und erklären, wie Babys entstehen. Auch über ihre eigene Geburt waren sie bestens informiert.

Die angehenden Hebammen achteten bei ihren Vorträgen sehr darauf, die Grundschüler mit möglichst viel Anschauungsmaterial mit einzubeziehen. Durch unterschiedlich große Luftballons demonstrierten sie, wie die Gebärmutter im Laufe einer Schwangerschaft wächst. Anhand von Wasserflaschen, die das Fruchtwasser im Bauch einer Schwangeren symbolisieren sollten und Mehltüten, die für das Gewicht eines Babys standen, zeigten sie den Grundschülern, wie viel zusätzliche Kilos eine werdende Mutter zu tragen hat. Anhand von lebensnahen Puppen wurde Wickeln und Baden geübt und mit einem Modell vom weiblichen Becken der eigentliche Geburtsvorgang demonstriert. Auch der biologische Teil kam nicht zu kurz und wurde altersgemäß erklärt - sogar mit einer echten Plazenta als Anschauungsmaterial.

Berührungsängste hatte dabei niemand. "Die Kinder stellen so viele Fragen und sind total aufgeschlossen. Das eigentliche Unterrichtskonzept haben wir uns vorher selbst erarbeitet", sagte Désirée Keller, die zusammen mit Anne-Katrin Klotzsch und Désirée Hinz die Doppelstunde für die 4c gestaltete.

Auch in die 49. Grundschule "Bernhard August von Lindenau" und die51. Grundschule "Rosa Menzer" kommen die Hebammenschülerinnen noch zum Aufklärungsunterricht.

2009 wurde das Projekt ins Leben gerufen und soll in den nächsten Jahren weitergeführt werden. Eine der Initiatorinnen ist Erna-Maria Heuberger. Sie ist seit 1972 Geburtshelferin und unterrichtet an der Carus-Akademie die werdenden Hebammen: "Für unsere Schülerinnen ist dieses Projekt sehr wichtig. Im ersten Lehrjahr haben sie viel Theorie gelernt, hier können sie alles noch einmal rekapitulieren und in der Praxis anwenden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.01.2013

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