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Sextäter erneut in Dresden vor Gericht

Sextäter erneut in Dresden vor Gericht

Juli 2012 wurde Steffen H. wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und widerstandsunfähigen Personen vom Dresdner Landgerichts zu fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Seit Montag steht der 55-Jährige wegen desselben Falls erneut vor Gericht.

Dresden. Am 30. Juli 2012 wurde Steffen H. wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und widerstandsunfähigen Personen vom Dresdner Landgerichts zu fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Seit Montag steht der 55-Jährige wegen desselben Falls erneut vor Gericht - allerdings vor einer anderen Kammer. Die Große Jugendkammer hatte damals nicht nur die Haftstrafe verhängt, sondern auch die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Das bedeutet, dass er nach Verbüßen der Haftstrafe nicht automatisch auf freien Fuß gesetzt wird. Er kann das Gefängnis erst verlassen, wenn ihm ein psychiatrischer Gutachter bescheinigt, keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit zu sein.

Die Gefängnisstrafe hatte Steffen H. akzeptiert, das Urteil ist auch rechtskräftig. Gegen die Sicherungsverwahrung hat der Angeklagte aber Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt. Der BGH hat die Verwahrung wegen unzureichender Begründung aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung ans Landgericht Dresden zurückverwiesen.

Steffen H. hatte in dem Prozess vor dreieinhalb Jahren gestanden, zwischen 2010 und 2012 die damals 14- bis 16-jährige, geistig behinderte Tochter seiner Lebensgefährtin mehrfach sexuell missbraucht zu haben. So schloss er sich unter dem Vorwand, Sport zu treiben, mit der Jugendlichen im Schlafzimmer ein und vollzog dort den ungeschützten Geschlechtsverkehr mit ihr. Anfang 2012 offenbarte sich das Mädchen seiner Mutter. Sie ging zur Polizei und der Angeklagte wurde festgenommen. Mit seinem Geständnis ersparte er dem Mädchen damals eine Aussage vor Gericht.

Es war nicht der einzige Missbrauchsfall, der dem Angeklagten vorgeworfen wurde, er ist einschlägig vorbestraft. Der 55-Jährige war bereits 1998 wegen ähnlicher Sexualstraftaten zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Auch da ging es um eine Beziehungstat - er hatte die Tochter einer anderen Lebensgefährtin missbraucht.

Die Kammer unter Vorsitz von Birgit Wiegand muss nun prüfen, ob vom Angeklagten eine Gefährdung der Allgemeinheit ausgeht und er nach Absitzen der Haftstrafe in Sicherungsverwahrung untergebracht werden muss oder ob er dann auf freien Fuß kommt. Der Prozess wird fortgesetzt.

Monika Löffler

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