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Sessel statt Röhre: Sachsenweit erster Gelenkscanner in Dresden im Einsatz

Sessel statt Röhre: Sachsenweit erster Gelenkscanner in Dresden im Einsatz

In Dresden ist seit Anfang des Monats der sachsenweit erste Gelenkscanner im Einsatz. Das Gerät in der Überörtlichen Radiologischen Gemeinschaftspraxis im Ärztehaus an der Marienstraße 20 bietet einen entscheidenden Vorteil: Patienten mit Verletzungen an Arm, Bein, Fuß oder an der Hand müssen während einer Magnetresonanztomografie-Untersuchung (MRT) nicht mehr in einer Röhre liegen, sondern können ganz bequem in einem Sessel Platz nehmen.

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Entspannt im Sessel sitzen statt in einer engen Röhre liegen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Sogar Zeitunglesen während der Prozedur ist kein Problem, wenn nicht gerade der Arm untersucht werden muss. "Das sorgt besonders bei Personen mit Platzangst für Entlastung", erklärt Dr. Marc Amler, Radiologe und Geschäftsführender Gesellschafter der Gemeinschaftspraxis.

Bei etwa 30 Prozent seiner Patienten seien Gelenkuntersuchungen notwendig. Rund zwölf Personen nutzten bereits das neue Angebot. Die Untersuchung am Gelenkscanner dauert etwa 30 Minuten. Er ist leiser als herkömmliche MRT-Apparate und liefert vergleichbare, teilweise sogar bessere Bilder, da er mit der gleichen Magnetfeldstärke arbeitet wie sein größerer Kollege.

MRT-Untersuchungen liefern mittlerweile auch Aufschlüsse über sehr komplexe Erkrankungen, etwa an Leber oder Prostata. Sie sind jedoch sehr aufwendig, die Wartezeiten lang. "Wenn beispielsweise nur die Hand verletzt ist, blockieren wir dank des Scanners nicht mehr die Röhre und schaffen so Kapazitäten", erläutert der 49-Jährige einen weiteres Vorteil des so genannten Optima MR430s. Negative Auswirkungen auf den Körper hat eine MRT-Untersuchung nicht. Über einen Zeitraum von 25 Minuten nahezu bewegungslos, oft auch in anstrengenden Positionen, in einer Röhre liegen zu müssen, sei für viele Patienten aber eine große Belastung.

Nutzen können das Angebot bisher allerdings nur Privatpatienten, da die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen noch keine Genehmigung für das Gerät erteilt hat. "Wir gehen aber davon aus, dass das bald passiert, die Anträge sind seit Mitte letzten Jahres gestellt. In den meisten Bundesländern ist das Gerät schon für Kassenpatienten zugelassen", sagt Dr. Amler.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.07.2013

Christin Grödel

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