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Service-Anbieter Dussmann kauft Dresdner Kühlanlagenbau

Service-Anbieter Dussmann kauft Dresdner Kühlanlagenbau

Der Berliner Gebäude-Dienstleister "Dussmann Service" hat den Dresdner Kühlanlagenbau (DKA) mit 600 Mitarbeitern komplett übernommen. Über die Kaufsumme wollten beide Unternehmen keine Angaben machen.

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Der Dresdner Kühlanlagenbau in der Südvorstadt hofft auf neue Kunden.

Quelle: PR

Durch die Übernahme des Dresdner Traditionsbetriebes möchte Dussmann künftig komplexere Servicepakete schnüren und besonders für Industriekunden attraktiver werden. "Wenn bisher kälte- oder klimatechnische Leistungen bei einem Auftrag gefragt waren, mussten wir die an andere Unternehmen vergeben", erklärte Dussmann-Sprecher Jan Flaskamp. "Jetzt können wir die starken Kompetenzen aus Dresden dafür einsetzen."

DKA-Geschäftsführer Horst Sieber, der gemeinsam mit Karin und Olaf Gempt bisher auch Miteigentümer der Dresdner GmbH war, erhofft sich durch den Eignerwechsel neue Kunden und Geschäftsfelder - jenseits der klassischen Kühl- und Klima-Branche. Weitere Angaben zu den Gründen für den Verkauf mochte Sieber nicht machen. Dem Vernehmen nach wollte sich aber wohl vor allem die Familie Gempt aus Altersgründen aus dem Industrieunternehmen zurückziehen.

Der Dresdner Kühlanlagenbau wur-de 1953 gegründet und war Teil des DDR-Kühltechnik-Kombinats ILKA. Vor der Wende beschäftigte der VEB bis zu 1800 Mitarbeiter. 1992 von ehemaligen Mitarbeitern privatisiert, schrumpfte die Firma zunächst, kam aber wieder auf Kurs und beschäftigt inzwischen rund 600 Mitarbeiter. Ein Großteil davon sind Service-Techniker, Ingenieure und Monteure, die über das Bundesgebiet verstreut sind. Im vergangenen Jahr realisierte die DKA rund 73 Millionen Euro Umsatz mit der Konstruktion von Kühl- und Klimaanlagen für Handelsketten, Industriebetriebe, Kanzleien und Chip-Fabriken - vor allem auch mit Installations- und Serviceleistungen.

Besonders dieses Know-How mach-te DKA für die Dussmann-Gruppe (über 60000 Mitarbeitern in 21 Ländern, 1,66 Milliarden Euro Jahresumsatz) interessant, die bis-her vor allem Hausmeisterdienste, Gebäudereinigung, Essensversorgung und ähnliche Services anbot. Mit dem DKA kommt als neues Geschäftsfeld Klimatechnik hinzu.

Die Berliner wollten sich gestern noch nicht festlegen, ob alle hiesigen DKA-Mitarbeiter dauerhaft angestellt bleiben. Dussmann-Sprecher Flaskamp zufolge soll der Standort Dresden allerdings gestärkt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.04.2013

Heiko Weckbrodt

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