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Semperopernball 2016: Der Zauberer, der in eine Traumwelt entführt

Licht- und Feuerwerk Semperopernball 2016: Der Zauberer, der in eine Traumwelt entführt

Tom Roeder ist nicht nur Feuerwerker, sondern vor allem Künstler, Handwerker, Visionär. Ohne seine Licht- und Feuerwerksshow mit spektakulären Einlagen zum Auftakt scheint der Semperopernball kaum denkbar. Diesmal lässt er überlebensgroße Figuren tanzen.

Illuminierung des 3. Semperopernballes in Dresden 2008 durch Tom Roeder.
 

Quelle: Uwe Soeder

Dresden. Tom Roeder ist nicht nur Feuerwerker, sondern vor allem Künstler, Handwerker, Visionär. Ohne seine Licht- und Feuerwerksshow mit spektakulären Einlagen zum Auftakt scheint der Semperopernball kaum denkbar. Diesmal lässt er überlebensgroße Figuren tanzen. Feste, Bälle, Feuerwerke sind sein Metier. Und gelegentlich auch Wunder. Ohne Tom Roeders Licht- und Feuerwerksshow mit spektakulären Einlagen zum Auftakt scheint der Semperopernball kaum denkbar. Der gebürtige Dresdner ließ schon eine weiße Kutsche samt Schimmel und ein Grammophon samt Schallplatte durch die Luft fliegen oder auch eine riesige Glitzerkugel über der Oper schweben. Er sorgte für Verblüffung, als die Flamenco-Tänzerin, die auf der Bühne vor der Oper vor einem überdimensionalen Fächer tanzte und in den Saal projiziert wurde, plötzlich aus der Leinwand trat und in der Oper tanzte. Das Opening bei Dresdens größtem gesellschaftlichen Ereignis ist mehr als eine musikalische Licht-, Laser- und Feuershow. Tom Roeder erzählt eine kleine Geschichte, schlägt damit den Bogen zum jeweiligen Ballthema des Jahres und verbindet das Fest auf dem Theaterplatz mit dem Ball in der Oper. „Eigentlich ist es ein bisschen wie der Abendgruß des Sandmännchens“, findet er.

„Dresden schillert – der Ball ist bunt“ heißt das Motto des Semperopernballes diesmal. Erstmals tragen die Debütantinnen des Balles Kleider in drei unterschiedlichen Farben. Darauf nimmt Tom Roeder Bezug und will mit drei überdimensionalen, als Tänzerinnen gestalteten Figuren vor der Oper für Aufmerksamkeit sorgen. „Unter den Kostümen der sechs Meter hohen Figurinen verstecken sich Debütantinnen, die dann hervortreten, in die Oper laufen und dort schon mal eine Tanzkostprobe geben“, verrät Hans-Joachim Frey, künstlerischer Leiter und 1. Vorsitzender des Semper Opernball e.V..

Die Vorbereitung des Ballopenings beginnt für Tom Roeder schon ein halbes Jahr vorher. Da hat er die Idee für die Umsetzung natürlich schon im Kopf und stellt sich seine Crew für das Projekt zusammen. Nun gilt es die Figuren und Requisiten zu zeichnen, zu konstruieren, das Material für deren Herstellung auszuwählen, statische Berechnungen zu machen, erforderliche Genehmigungen einzuholen und das Ganze schließlich zu bauen. Zudem wird die Choreografie der Geschichte mit Licht, Feuerwerk und Musik in Einklang gebracht.

Roeder legt auch bei den handwerklichen Arbeiten selbst mit Hand an. Er hat mal Modellbauer gelernt, dann Modedesign an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein studiert. „Im Grundlagenstudium habe ich viel über Schrift, Farbe, Naturstudium und das Schneidern gelernt“, gibt er einen kleinen Einblick in seinen beruflichen Werdegang.

Schon unmittelbar nach Abschluss seines Studiums vor rund 20 Jahren habe er damit begonnen, Shows zu organisieren für namhafte Marken aus der Mode- und Parfümbranche. Ein erstes größeres Projekt in Dresden war die Inszenierung der Orff-Oper „Der Mond“ unter freiem Himmel im Jahr 1993. 1999 erwarb er die nötige Lizenz, um auch Feuerwerke veranstalten zu können. Heute ist Tom Roeder als Künstler, der unvergessliche Feiern, Feste und Shows organisiert, in ganz Europa und sogar Südamerika gefragt. Er hat schon für 80 Leute ein ukrainisches Fest im Sattelauflieger organisiert, zeichnete ebenso für die Inszenierung der Linzer Klangwolke verantwortlich. Für ihn sei nicht die Größe einer Veranstaltung wichtig, „sondern welche Stimmung man damit erzeugt“ und die Interaktion mit dem Publikum. „Eine futuristische Raumschiff-Enterprise-Party interessiert mich nicht. Ich will die Leute verzaubern, in eine Traumwelt entführen und eine Geschichte erzählen.

Von Catrin Steinbach

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