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Seidnitz-Center bekommt neue Ankermieter: Insolvenzverwalter forciert Neustart

Seidnitz-Center bekommt neue Ankermieter: Insolvenzverwalter forciert Neustart

Insolvenzverwalter Bruno Kübler versucht einen Neustart für das pleitegegangene „Seidnitz-Center“ (SEC). Der Dresdner Anwalt hat zehn Millionen Euro Kredit bei der Deutschen Bank bekommen.

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Insolvenzverwalter Bruno Kübler versucht einen Neustart für das pleitegegangene „Seidnitz-Center“

Damit lässt er ab Herbst das Einkaufszentrum an der Enderstraße umbauen, modernisieren und aufhübschen. Im Gegenzug haben REWE und Aldi als neue Anker-Mieter unterschrieben.

Die beiden Lebensmittelmärkte öffnen voraussichtlich im Sommer 2015 im SEC-Keller: REWE mietet 5400 Quadratmeter an, Aldi 1600 Quadratmeter. Das Erdgeschoss darüber, wo der ausgezogene „Marktkauf“ früher sein Warenhaus-Sortiment anbot, will Kübler so umbauen, dass dort kleine Läden, zum Beispiel für Baby- und Sportsachen, Platz finden. Der Bodendurchbruch mit Rolltreppe, der früher von hier zur Marktkauf-Lebensmitteletage führte, wird zubetoniert, kündigte RME-Chef Ronny Dawid an – seine „Retail Management Expertise Asset & Property Management GmbH“ aus Oberhausen hat die SEC-Verwaltung für Kübler übernommen. Auch das Parkhaus werde „kosmetisch“ verschönert, was heißt: neue Farbe, Fahrbahnmarkierungen und Beleuchtung.

„Am Ende dieses Prozesses wird aus dem Seidnitz-Center ein hochmodernes Einkaufs-Center entstanden sein“, hofft Kübler. Brummt das SEC dank Ankermieter, Umbauten und des neuen Warenzuschnitts wieder, möchte er das Einkaufszentrum verkaufen und damit das Insolvenzverfahren für den Vor-Eigentümer, die „Einkaufszentrum HVD Dresden S.a.r.l. & Co. KJ“ aus Köln, endlich abschließen.

HVD hatte in der Vergangenheit zu wenig in das SEC investiert, das an vielen Stellen noch die Anmutung der 1990er Jahre behielt. Laut Kübler hatte sich zuletzt millionenteurer Sanierungsbedarf angestaut. 2012 liefen die Kredite des Eigners bei der Deutschen Bank aus, Verlängerungsverhandlungen blieben erfolglos. Mitte 2013 kündigte erst die Betreibergesellschaft CEV – eine Edeka-Tochter – den Generalmietvertrag, das gleiche tat dann auch der Ankermieter „Marktkauf“ – ebenfalls eine Edeka-Tochter. Die Handelsgesellschaft hatte erst kurz zuvor einen „Edeka“-Markt im neuen TLG-Objekt an der Schandauer Straße eröffnet und anscheinend vom abgegammelten SEC derart die Nase voll, dass sie den „Marktkauf“ recht überstürzt schloss.

Bald folgten Dominoeffekte für die kleineren Läden ringsum, die mit Kunden- und Umsatzschwund kämpften. Bei der ersten sich bietenden vertraglichen Möglichkeit im Mai und Juni dieses Jahres zogen fünf weitere Mieter aus. Wer das Einkaufszentrum jetzt besucht, findet vernagelte Geschosse und zugekettete Rollsteige vor, die Eisbar ist verschwunden, ebenso der Stand für italienische Spezialitäten. Kübler übt sich aber in Optimismus. Devise: Sind Aldi und Rewe erst im Haus, wird alles gut.

hw

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