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Schutzwall für 13 000 Dresdner - Die Hochwasserschutzanlage in Kaditz ist fertiggestellt

Schutzwall für 13 000 Dresdner - Die Hochwasserschutzanlage in Kaditz ist fertiggestellt

Die Bilder vom Juni 2013, als die Elbe der Stadt bedrohlich nahe rückte, sind bei vielen Dresdnern noch taufrisch. Besonders die Geschehnisse während des Hochwassers auf der Leipziger Straße haben sich bei einigen tief ins Gedächtnis gebrannt.

Hunderte versuchten, Pieschen vor den Wassermassen zu schützen. Sandsäcke schleppen, Keller ausräumen, Schnittchen schmieren - jeder half damals, wo und wie er konnte. Das Junihochwasser 2013 war jedoch nicht nur eine Bewährungsprobe für die Dresdner. Die neue Hochwasserschutzanlage entlang der Kaditzer Flutrinne bestand seinerzeit sozusagen ihre Feuertaufe und verhinderte bereits Schäden in Millionenhöhe - obwohl sie eigentlich noch gar nicht so richtig fertig war. Erst gestern nahmen Innenminister Markus Ulbig (CDU) und der Erste Bürgermeister der Stadt, Dirk Hilbert (FDP), die insgesamt vier Kilometer lange Anlage offiziell in Betrieb. Im vergangenen Jahr musste noch der letzte Bauabschnitt in Altkaditz abgeschlossen werden. Bis zu einem Pegelstand von 9,24 Metern sind nun rund 13 000 Einwohner und 900 Unternehmen in den Stadtteilen Pieschen, Trachau, Mickten und Altkaditz vor einem Hochwasser sicher. Statistisch schwillt die Elbe alle 100 Jahre auf diese Höhe an.

Um diesen Schutzwall zu schaffen, musste in den vergangenen vier Jahren zwischen Leipziger Straße entlang des nördlichen Ufers der Flutrinne bis nach Altkaditz einiges passieren: Von 2010 bis 2012 ließ die Landestalsperrenverwaltung (LTV) zwischen Ballhaus Watzke und der Einlaufschwelle der Flutrinne Hochwasserschutzmauern entlang der Kötzschenbroder Straße bauen. Um das Landschaftsbild, das vor allem für die anliegenden Gastronomen bares Geld bedeutet, nicht zu zerstören, hielt die LTV die Mauern mit einer Höhe von 1,10 Metern so niedrig wie möglich. Mit mobilen Dammbalken aus Aluminium können sie nun im Ernstfall auf 9,24 Meter aufgestockt werden.

Ab 2011 sind die Hochufer und der bereits vorhandene Deich zwischen der Flutrinne bis zur Autobahn A4 um bis zu 1,10 Meter erhöht worden. An einigen Stellen stützen zusätzlich Spundwände den Deich. Zwischen Stern- und Washingtonstraße sorgt eine Drainage mit Pump- und Kontrollschächten dafür, dass das Grundwasser beim einem Hochwasser nicht an die Oberfläche gelangen kann.

Auch zwischen der Autobahnbrücke der A4 und der Mündung der Flutrinne in die Elbe ist die Stadt nun besser vor möglichen Wassermassen geschützt: Das Hochufer "wuchs" dort dank der Baumaßnahmen um einen Meter. Zudem entstand ein 500 Meter langer und drei Meter hoher Deich komplett neu.

Insgesamt investierte der Freistaat Sachsen 13 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes in das Projekt. Innenminister Ulbig (CDU) kündigte an, dass in Zukunft weitere 21 Millionen Euro in den Hochwasserschutz der Landeshauptstadt fließen sollen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.07.2014

susa

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